ams macht Smartphones sexy

ams fertigt Komponenten, die Smartphones erst so richtig sexy machen: Chips und Sensoren, die etwa in der Gesichts- und Gestenerkennung eingesetzt werden oder in so genannten Wearables. (Foto: MilsiArt / shutterstock.com)

ams fertigt Komponenten, die Smartphones erst so richtig sexy machen: Chips und Sensoren, die etwa in der Gesichts- und Gestenerkennung eingesetzt werden oder in so genannten Wearables. Dadurch werden beispielsweise Smartphones zu tragbaren Minicomputern. Dank ams lassen sich Fitnessdaten wie Blutdruck und Sauerstoffgehalt messen. Die Kunden klingen nach Oberliga: Apple, Samsung und Sony kaufen bei ams ein.

Aus Austriamicrosystems wurde ams

Die ams (früher Austriamicrosystems) ist in der Entwicklung und Herstellung von hochleistungsfähigen analogen Schaltkreisen (ICs) tätig. Der neue Name verbindet Austriamicrosystems mit der Marke und Identität von TAOS (Texas Advanced Optoelectronic Solutions), dem im Jahr 2011 übernommenen globalen Anbieter von intelligenten Lichtsensoren. Die Geschäftsbereiche sind in die Segmente Produkte und Foundry (Auftragsfertigung) gegliedert.

Geografisch ist ams in die Regionen EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika), Nord- und Südamerika und Asien/Pazifik unterteilt. Darüber hinaus bietet das Unternehmen mit seinen Aktivitäten als Full Service Foundry mit eigenen Produktions- und Testanlagen weltweit Auftragsfertigung an. Der Kundenkreis umfasst die Marktsektoren Consumer, Industrie, Medizintechnik, Mobilkommunikation und Automotive.

Starke Kernkompetenz

Die Kernkompetenz des Halbleiterherstellers sind Standard-Analogprodukte und kundenspezifische Lösungen wie Power Management-ICs, Sensoren und Sensorschnittstellen, tragbare Audiosysteme wie auch Automobilzugangssysteme. Diese werden bei der Fertigung von Produkten, die höchste Präzision, Sensibilität und Exaktheit, optimale Funktionalität und minimalen Stromverbrauch erfordern, verwendet.

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Verbaut werden die Produkte von ams beispielsweise in MP3-Playern, MEMS-Mikrofonen, automobilen Sicherheitssystemen, elektrischen Stromzählern, industriellen Sensorschnittstellen, Mobiltelefonen, GPS-Empfängern, Herzschrittmachern sowie Wegfahrsperren mit Funkschlüssel und Keyless-Go-Systemen. Mit dem Erwerb von Heptagon, dem weltweit führenden Anbieter von Hochleistungstechnologien für optische Sensoren, ist ams jetzt führender Anbieter von optischen Sensortechnologien.

Technologievorsprung als Wachstumstreiber

Die Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie in die Fertigungsinfrastruktur unterstreichen die positive Entwicklung des Unternehmens, das durch noch junge Märkte für Sensorlösungen in vielen Bereichen des täglichen Lebens vorangetrieben wird. Beispielsweise können mit den Antennenverstärkerlösungen für Smartphones, die ams im Portfolio hat, die mobilen Geräte zur digitalen Geldbörse werden.

Das bargeldlose Bezahlen funktioniert dank NFC (Near Field Communication). Das Unternehmen erwartet auch in diesem Jahr Hochläufe neuer Produkte für führende Consumer- und andere OEMs. Daraus entstehen attraktive zukünftige Umsatzquellen. Die klare Fokussierung auf High Performance-Sensorlösungen bietet signifikante Wachstumschancen.

ams fährt auf der Überholspur

ams wächst mit atemberaubendem Tempo: Im 1. Quartal 2018 steigerte der Sensorenhersteller den Umsatz um satte 147%. Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) fiel gar fünfzehnmal höher als im Vorjahreszeitraum aus. Dennoch reagierte die Börse unterkühlt auf diese Zahlen. Zum einen hatten sich einige Marktteilnehmer noch bessere Zahlen erhofft und zum anderen wartete das Unternehmen mit eher schwachen Zielvorgaben für das angelaufene 2. Quartal auf. Angesichts der starken Stellung im zukunftsträchtigen Geschäft mit 3D-Sensoren wird ams beim Wachstum auch weiterhin auf der Überholspur fahren.


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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.