An Alphabet und Facebook führt im Internet kein Weg vorbei

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Alphabet dominiert mit Google weiterhin die Suchmaschinen und an Facebook für bei sozialen Medien kein Weg vorbei. (Foto: Ink Drop / shutterstock.com)

Alphabet hat für das 1. Halbjahr beeindruckende Zahlen vorgelegt und alle Erwartungen übertroffen. Der profitable Wachstumskurs konnte fortgesetzt werden. Trotz des Handelsstreits stieg der Umsatz um 18% auf rund 75,3 Mrd. $. Unterm Strich verbesserte sich der Gewinn um fast ein Drittel auf 23,91 $ pro Aktie. Die Kartellstrafe in Höhe von rund 1,5 Mrd. $ ist kaum noch zu erkennen.

Das Werbegeschäft mit der Suchmaschine Google lief besonders gut

Hier werden die wichtigsten Einnahmen generiert, die dann in innovative Projekte reinvestiert werden können. Die Werbeeinnahmen sind wegen der faktischen Monopolstellung gesichert und machen die künftigen Cashflows sehr gut planbar. Gleichzeitig ist Alphabet innovativ und setzt auf ganz junge Technologien. Ein wichtiges Pilotprojekt sind selbstfahrende Autos. Die Tochtergesellschaft Waymo stellt schon jetzt für VW, BMW und Co. eine ernstzunehmende Bedrohung dar. Zudem zählt Alphabet auch bei der Künstlichen Intelligenz und bei Cloud- und Big-Data-Projekten zu den wichtigsten Innovationstreibern im Markt.

Kaum ein anderes Unternehmen verfügt über solch große Datenmengen, leistungsfähige Rechner und kluge Köpfe. Seit jüngerer Zeit ist Alphabet auch in der Medizinforschung und bei Biotechnologien vertreten. Ich bin gespannt, welche Geschäftsbereiche Alphabet in den nächsten Jahren noch erschließen wird. Für das Gesamtjahr rechne ich auf jeden Fall mit neuen Rekordergebnissen.

Unternehmensporträt

Alphabet (Google) mit Sitz in Mountain View, USA, wurde am 7. September 1998 von Larry Page und Sergey Brin gegründet. Alphabets Anspruch besteht darin, Informationen zu organisieren und weltweit verfügbar zu machen. Dafür betreibt das Unternehmen mit einem Marktanteil von rund 82% die weltweit führende Internet-Suchmaschine. Der Eintritt in neue Märkte (Google Mobile, Software-Plattform Android, Chrome) rundet die Unternehmensstrategie ab.

Facebook hat für das 1. Halbjahr beeindruckende Zahlen vorgelegt und den starken Wachstumskurs erneut bestätigt

Der Umsatz stieg um mehr als ein Viertel auf rund 32 Mrd. $. Vor allem das Fotonetzwerk Instagram entwickelte sich erstklassig und hat alle Erwartungen übertroffen. Die Werbeeinnahmen stellen regelmäßig neue Rekordstände auf. Die beiden Flaggschiffe Instagram und Facebook sind im Bereich der sozialen Medien praktisch konkurrenzlos. Gleiches gilt für den Instant-Messenger-Dienst WhatsApp. Auch wenn in den Industriestaaten das Nutzerwachstum erste Sättigungseffekte anzeigt, sind die Wachstumsraten in den Entwicklungs- und Schwellenländern immer noch beeindruckend.

Über 2 Mrd. Menschen nutzen Plattformen von Facebook

Mit einem Geschäftsmodell, in dem die aktive Nutzeranzahl die wichtigste Markteintrittsbarriere darstellt, bildet Facebook eine praktische Monopolstellung und kann jetzt die Preise für Werbung und Anzeigen erhöhen. Die Plattformen von Facebook werden von mehr als 2,41 Mrd. Menschen aktiv genutzt.

Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass die operativen Margen stetig ausgebaut werden können. Unterm Strich musste Facebook jedoch einen herben Gewinneinbruch verzeichnen. Das Ergebnis hat sich fast halbiert und lag nur noch bei 1,76 $ pro Aktie. Grund für den Gewinneinbruch war die Rekordstrafe wegen Datenschutz-Verletzungen im Zusammenhang mit Cambridge Analytics.

Doch Facebook lässt sich von solchen Rückschlägen nicht beeindrucken und plant schon die nächste Cash-Kuh. Ab 2020 soll die eigene Kryptowährung Libra an den Start gehen. Ich bin gespannt und von Facebook überzeugt.

Unternehmensporträt

Facebook wurde 2004 als erstes soziales Netzwerk gegründet und sollte anfangs nur die Studenten der Harvard University vernetzen. Mittlerweile sind über 2,41 Mrd. Nutzer registriert. Facebook finanziert sich ausschließlich über Werbeeinnahmen und Bezahldienste. Mittlerweile gehört Facebook zu den meist besuchten Websites weltweit. Mit den Übernahmen von WhatsApp und dem Fotodienst Instagram wurde das eigene Produktportfolio ordentlich aufgewertet.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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