An diesem Automobilzulieferer kommt die Automobilindustrie nicht vorbei

SHW stellt Pumpen und Bremsscheiben her, mit denen der CO2-Ausstoß bei Autos reduziert werden kann.

Wie das funktioniert, warum die Bauteile gerade für deutsche Autobauer immer wichtiger werden und wie Sie als Dividenden-Anleger davon profitieren können, erkläre ich Ihnen im Anschluss.

Was macht SHW genau?

SHW wurde 1365 gegründet und zählt damit zu den ältesten Industrie-Betrieben in Deutschland.

Heute ist die SHW AG ein führender Automobil-Zulieferer, der sich auf die Automobil-Industrie in Europa und den NAFTA-Staaten sowie auf in China produzierende europäische Hersteller fokussiert hat.

Schwerpunktmäßig entwickelt und produziert SHW Pumpen, Motor-Komponenten und Bremsscheiben, die wesentlich zur Reduktion des Kraftstoff-Verbrauchs – und damit der CO2-Emissionen – beitragen.

Zu den Kunden gehören namhafte Automobil-Hersteller, Nutzfahrzeug- sowie Landmaschinen- und Baumaschinen-Hersteller.

Warum sind diese Bauteile so gefragt?

Die deutschen Autobauer haben das Problem, dass sie im Premium-Segment stark vertreten sind und dadurch größere Anstrengungen unternehmen müssen, um die CO2-Zielvorgaben erfüllen zu können.

Denn bis 2021 soll der CO2-Ausstoß auf 95 g/km gesenkt werden. Deshalb werden für die Premium-Hersteller die Bauteile von SHW immer wichtiger, um diese Vorgaben zu erfüllen.

Rekordwerte bei Umsatz …

Aufgrund hoher Absatz-Zahlen, vor allem in der Sparte Pumpen und Motor-Komponenten, ist es SHW auch 2015 gelungen, sich von der allgemeinen Marktentwicklung abzukoppeln und den Umsatz um 8% auf 463,5 Mio. € zu steigern.

Besonders gut liefen die Geschäfte im Bereich Personenkraftwagen. Dank hoher Kunden-Nachfrage nach variablen Öl-/ Vakuum-Pumpen, elektrischen Zusatz-Pumpen für die Start-Stopp-Funktion sowie Nockenwellen-Verstellern stieg der Umsatz um 13%.

… profitables Wachstum und solider Auftrags-Eingang

Das operative Ergebnis verbesserte sich um 7% auf 43,5 Mio. €. Der Gewinn übertraf mit 14,4 Mio. € den Vorjahreswert um 34%.

Die noch leicht rückläufige EBITDA-Marge im Segment Pumpen und Motor-Komponenten ist v. a. auf dies zurückzuführen:

Die Effizienz-Maßnahmen zur Behebung der operativen und logistischen Engpässe in der Pulver-Metallurgie am Standort Aalen-Wasseralfingen sowie der Pumpen-Montage am Standort Bad Schussenried wurden nur verzögert umgesetzt.

Die Auftrags-Eingänge bei den Inlands-Gesellschaften erreichten mit 445 Mio. € nahezu den Rekordwert des Vorjahres.

SHW will in diesem und im nächsten Jahr die Weichen für ein nachhaltig profitables Wachstum für die Zeit ab 2018 legen.

Dabei stehen die weitere Verbesserung der Margen, der Ausbau der internationalen Präsenz und die Stärkung der Technologie- und Innovations-Führerschaft im Vordergrund.

SHW ist preiswert zu haben

Knapp 45% Kursverlust in 12 Monaten ist nicht schön für Aktionäre, die sich SHW Aktien vor 1 Jahr ins Depot geholt haben.

An der Bilanz für 2015 ist nichts auszusetzen, und der Kursrutsch ist mir deshalb unverständlich, aber gut für einen aktuellen Einstieg.

Auf Basis des erwarteten Gewinns für 2016 liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) bei nur 11. Da ist also wieder viel Luft nach oben.

Aufgrund der soliden Bilanz-Struktur wird eine unveränderte Dividende von 1,00 € je Aktie ausgezahlt. Die Hauptversammlung ist am 10. Mai, Zahltag einen Tag später.

18. April 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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