Angst vor globaler Rezession wird immer größer

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Der Zollstreit zwischen den USA und China wird immer heftiger geführt. Gleichzeitig nimmt die Angst vor einer globalen Rezession immer weiter zu. (Foto: MR.LIGHTMAN1975 / Shutterstock.com)

In der vergangenen Woche war es mal wieder so weit. US-Präsident Trump kündigte an, ab dem 1. September 2019 Sonderzölle auch auf bisher verschonte chinesische Importwaren im Volumen von 300 Milliarden US-Dollar erheben zu wollen. Allen voran sind davon wohl von China in die USA eingführte Mobiltelefone, Laptops, Spielzeug und Schuhe betroffen. Peking reagierte prompt und will Gegenmaßnahmen ergreifen, wenn Anfang September die neuen US-Zölle tatsächlich in Kraft treten sollten.

Deutsche Industrie warnt vor globaler Rezession

Mitten in dem Zoll-Chaos wagen sich nun die Vertreter der ohnehin schon stark geschwächten Deutschen Industrie mit ernsten Warnungen aus der Deckung. Herr Mair, Mittglied der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), erachtet es als besorgniserregend, wie die US-Regierung die Risiken einer globalen Rezession in Kauf nehmen würde.

Die Verschärfung des Handelskonflikts trübe die Weltwirtschaft ein. Die Zuspitzung des Zollstreits schwäche das weltwirtschaftliche Wachstum zusätzlich, bremse den Welthandel aus und beeinträchtige die Investitionstätigkeit noch stärker. Deutlicher kann eine Rezessionswarnung kaum ausfallen.

Deutschland wird es besonders heftig treffen

Wir haben ja an der Stelle schon sehr oft darauf hingewiesen, dass in der nächsten weltwirtschaftlichen Schwächephase insbesondere Deutschland stark unter die Räder kommen wird. Diese Ansicht wird nun auch von führenden Wirtschaftsforschern geteilt.

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Herr Fratzscher, der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), sagte gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe, dass allen voran Deutschland einen hohen Preis für die globalen Handelskonflikte zahlen werde. Die deutsche Wirtschaft sei stärker als andere von den Exporten abhängig. Als Folge des Konflikts drohen laut Fratzscher höhere Preise und ein Anstieg der Arbeitslosigkeit.

Ja, liebe Leser, das Ende der Zollstreitigkeiten ist weit und breit nicht in Sicht. Im Gegenteil, Herr Fratzscher geht sogar noch einen Schritt weiter. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, ehe sich der US-Präsident dann als nächstes Europa und vor allem Deutschland als Gegner vornehmen werde. Deutschland habe laut Fratzscher die höchsten Handelsüberschüsse aller Länder weltweit und sei daher besonders verwundbar.

An der Stelle merken wir weiter an, dass Sie auf keinen Fall in dem Kontext und Schlamassel auf politische Hilfe von den Verantwortlichen in Berlin setzen sollten. Wir müssen uns folglich bestmöglich selbst krisenfest aufstellen und unser Vermögen vor dem unvermeidlichen Niedergang schützen. Wenn etwas alternativlos in diesen unruhigen Zeiten ist, dann ist es am Ende dem Schutz des eigenen hart erarbeiteten Vermögens oberste Priorität einzuräumen.


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Günter Hannich
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.