Ansys: Markführer für Simulationssoftware klettert nach Zahlen auf neues Allzeithoch

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Der Softwarekonzern Ansys ist im Corona-Quartal weiter im Wachstumsmodus - die Ergebnisse liegen deutlich über den Erwartungen und die Aktie klettert. (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

Bei dem US-Konzern Ansys laufen die Geschäfte auf Hochtouren. Die Simulationssoftware findet in immer mehr Industriebereichen Anwendung. Auch bei den Anlegern steht die Aktie hoch im Kurs. Seit dem Jahreswechsel konnten die Papiere gut 22% an Wert zulegen. Nach den gerade präsentierten Quartalszahlen notierte die Aktie gestern mit leichten Zugewinnen und notiert damit auf dem höchsten Niveau seit dem Börsengang im Jahr 1996.

Ansys: Unangefochtener Marktführer aus den USA

Wenn Sie Unternehmen aus dem Bereich Simulations-Software suchen, werden Sie ziemlich schnell über den US-Konzern Ansys stolpern. Das ist auch nicht verwunderlich. Denn der 1970 gegründete Konzern mit 4.400 Mitarbeitern in 40 Ländern ist der mit Abstand größte unabhängige Player auf diesem Gebiet. Auf den Umsatz bezogen ist Ansys doppelt so groß wie der nächstgrößere Wettbewerber.

Simulations-Software ist stark im Kommen

Ansys entwickelt, vermarktet und unterstützt Software-Lösungen für die Design-Analyse und die Optimierung. Die Software des Unternehmens verkürzt die Zeit bis zur Markteinführung eines Produkts, senkt die Produktionskosten, verbessert die Engineering-Prozesse und optimiert die Qualität und Sicherheit. Die Produkte von Ansys zeichnen sich durch eine offene und flexible Architektur für die einfache Integration aus. Dabei ist die Software der Firma mittlerweile stark verbreitet. Bei 97 der Top 100 Fortune 500 Industrie-Unternehmen ist der Konzern zertifiziert.

Die Einsatzbereiche der 3D-Simulations-Software sind ausgesprochen vielfältig: Ob im Maschinen- und Anlagenbau, Automobil-, Schiff- und Schienenfahrzeugbau, in der Medizintechnik oder Luft- und Raumfahrt, überall findet sie Anwendung. Insgesamt verfügt Ansys über einen weltweiten Bestand von immerhin 45.000 Kunden.

Beeindruckende Erfolgsgeschichte

Dass man mit der Software auch Geld verdienen kann, zeigt Ihnen ein Blick in die vergangenen Bilanzen: Seit 2004 kletterten die Erlöse von 135 auf 1,51 Milliarden Dollar im zurückliegenden Geschäftsjahr. Im gleichen Zeitraum erhöhte sich der Gewinn von 35 auf 451 Millionen Dollar. Ansys schrieb in keinem Jahr Verluste. Zuletzt erzielte der Software-Spezialist eine Gewinnmarge von 29,77%. Seit 2009 lag die Gewinnmarge nie unter der 23%-Marke.

Wachstum im Corona-Quartal

Auch in diesem Jahr bleibt der US-Konzern weiter auf Wachstumskurs. Im zweiten Quartal erhöhte sich der Umsatz um 5,2% auf 389,7 Millionen Dollar. Das lag deutlich über den Analystenschätzungen von 354 Millionen Dollar. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Gewinnentwicklung. Unter dem Strich blieb ein Gewinn je Aktie von 1,55 Dollar hängen. Auch wenn der Gewinn damit leicht rückläufig war (-3%), wurden die Markterwartungen deutlich um 39 Cent je Aktie übertroffen. Die operative Gewinnmarge lag bei 42,9%.

Analysten sehen nur begrenztes Kurspotenzial

Zuversichtlich zeigt sich Firmenboss Ajei Gopal auch für das Gesamtjahr. Bei einem Gesamtumsatz von 1,57 bis 1,64 Milliarden Dollar soll ein Gewinn je Aktie von 5,70 bis 6,35 Dollar hängen bleiben. Geht es nach den Analysten, dann ist das Potenzial im Aktienkurs aber bereits eingepreist. Nach der jüngsten Kursrally wurde das durchschnittliche Preisziel der Analysten von 288 Dollar bereits deutlich überschritten (akt. Kurs: 312 Dollar).


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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.