Anuga 2013: Das sind die wichtigsten Nahrungsmittel-Trends

Gehören Sie auch zu den Verbrauchern, die sich immer mehr Gedanken über die Lebensmittel machen, die zu Hause auf den Tisch kommen? Wenn ja, gehören Sie auf jeden Fall zu einer stetig wachsenden Verbrauchergruppe.

Das ist ein Ergebnis der aktuellen Studie „Consumers Choice 2013“ die jetzt auf der weltgrößten Ernährungsmesse Anuga in Köln vorgestellt wurde.

Schon heute spielen für jeden vierten Verbraucher in Deutschland Nachhaltigkeitskriterien beim Lebensmittelkonsum eine entscheidende Rolle. Und vor allem sind diese bewusst genießenden Verbraucher auch bereit, dafür mehr Geld auszugeben.

Allein schon aus diesem Grund steckt die Ernährungsindustrie viel Energie und Kapital in diese wichtige Zielgruppe. Und davon habe ich mir auf der Anuga 2013 hier in Köln ein eigenes Bild machen können.

Diese weltgrößte Fachmesse für Lebensmittel und Getränke bildet dafür immer den passenden Rahmen: So haben sich in diesem Jahr 6.777 Aussteller aus 98 Ländern eingefunden.

Dabei kommt das Fachpublikum aus insgesamt 180 Ländern – keine Frage: Köln ist in diesem Tagen der Treffpunkt de die globale Ernährungsindustrie.

Und bei dieser Masse an Produkten kann man schon einmal den Überblick verlieren. Doch ein Rundgang über die Messe garantiert vor allem eins: Ungewöhnliche Geschmackserlebnisse sowohl bei Getränken als auch bei Speisen.

Bei mir begann der Rundgang mit dem ersten Bio-Energy-Drink aus Österreich. Damit hatte ich genügend Energie für die mehr als zehn Messehallen.

Mich erstaunt regelmäßig die Vielfalt der Fertigprodukte – ob für den Verbraucher oder auch die Gastronomie.

Wenn Sie also beim nächsten Restaurantbesuch die gefüllten Zanderröllchen auf der Speisekarte entdecken, kann es sich hierbei um ein Convenience-Produkt handeln.

Export immer wichtiger für deutsche Nahrungsmittel

Wie in vielen anderen Branchen auch nimmt die Nahrungsmittelbranche auch im Export eine wichtige Rolle ein.

So stieg der Export im den ersten neun Monaten 2013 auf fast 40 Mrd. Euro. Bei einem Gesamtumsatz von rund 129 Mrd. Euro entspricht das einem Exportanteil von faste einem Drittel.

Auf Sicht der vergangenen zehn Jahre hat sich das Exportgeschäft nach Angaben der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) mehr als verdoppelt. Rund 120 Millionen Kunden schätzen somit weltweit die Qualität der ausgesuchten deutschen Lebensmittel.

Und tiefgefrorene deutsche Laugenbrezeln gehören auch schon in Asien zu den deutschen Exportschlagern.

Eine ganz andere Rolle nehmen global agierende Nahrungsmittel-Riesen wie Nestlé oder Unilever ein. Diese großen Konzerne erobern immer mehr Märkte rund um den Globus, wobei viele kleinere lokale Anbieter Probleme bekommen.

Dennoch sind diese beiden Aktien für Investoren im Nahrungsmittelsektor immer noch erste Wahl. Dabei bietet Nestlé mit einer Dividendenrendite von mehr als 3,5% neben der Kurschance auch noch überdurchschnittliche stetige Erträge.

7. Oktober 2013

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Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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