Apple Aktie: Profiteur von Trumps Steuerreform

Die Apple Aktie hat die Delle hinter sich gelassen, die das Börsenbeben im Januar ausgelöst hatte. Anleger haben noch mehr Grund zur Freude. (Foto: Denys Prykhodov / Shutterstock.com)

„America First“ – mit diesem Wahlspruch ist Donald Trump vor etwas mehr als einem Jahr ins Weiße Haus eingezogen. Als einer der umstrittensten US-Präsidenten überhaupt gelang ihm im ersten Jahr seiner Amtsperiode kaum ein großer Wurf – mit einer Ausnahme: Ende 2017 schaffte es Trump, eine große Steuerreform umzusetzen, die vor allem US-Unternehmen entlasten soll.

Dadurch wird es US-Konzernen nun möglich, im Ausland geparkte Gewinne günstig in die Heimat zurückzuholen. Anstelle der vormals gut 35 Prozent werden nun lediglich etwa 15 Prozent Steuern fällig – ein verlockendes Angebot, das lassen sich viele Unternehmen nicht zweimal sagen.

Profiteur von Trumps Steuerreform

Als einer der größten Profiteure der Reform gilt Apple. Der Kultkonzern sitzt seit Jahren auf einem gigantischen Geldberg, konnte diesen aber bislang nur theoretisch nutzen, denn die Gewinne waren rund um den Globus verstreut, aus steuerlichen Gründen.

Nun hat Apple angekündigt, das Geld nach Hause zu holen – und mehr noch: ein Großteil, wenn nicht sogar die Gesamtsumme, soll den Aktionären zugutekommen, etwa über weitere Aktienrückkäufe oder auch eine Anhebung der Dividende.

Die Rede ist von einer gigantischen Summe in Höhe von rund 207 Milliarden Dollar. Manch einer hatte in den vergangenen Wochen bereits spekuliert, Apple könnte das Geld für größere Übernahmen einsetzen und beispielsweise sein Video on Demand-Angebot ausbauen.

Apple bleibt sich treu

Stattdessen scheint Apple jedoch seiner bisherigen Strategie weiterhin treu zu bleiben, eher auf Eigenentwicklung oder kleinere Übernahmen zu setzen. Um unabhängiger zu werden vom Erfolg seines Verkaufsschlagers iPhone, der sich zehn Jahre nach seiner Markteinführung allmählich etwas geringerer Beliebtheit beim Kundenstamm erfreut, setzt Apple vermehrt auf seinen Bereich „Services“.

In dieser Sparte sind diverse Aktivitäten gebündelt, darunter auch der Musik-Streamingdienst „Apple Music“. Wieviel der Musikdienst tatsächlich abwirft, ist daher unklar – Beobachter hoffen jedoch darauf, dass die Umsätze hier schon bald in die Höhe schnellen könnten, wenn sich der smarte Lautsprecher „HomePod“ erst einmal etabliert hat, denn dieser unterstützt lediglich Apples eigenen Musikkanal, nicht aber die Konkurrenz beispielsweise von Spotify.

Damit verfolgt Apple konsequent seine Strategie des Goldenen Käfigs weiter, wobei Apple-Geräte untereinander wunderbar harmonieren, andere Anbieter jedoch recht konsequent ausgeschlossen werden. Kunden, die sich einmal im Apple-Universum bewegen, werden dadurch eher dazu gebracht, der Marke treu zu bleiben, weil ein Umzug sämtlicher Daten mit erheblichem Aufwand verbunden wäre – das gilt besonders dann, wenn man schon lang auf Apple setzt.

Apple Aktie – beliebt auch bei Warren Buffett

Die Apple Aktie erfreut sich unterdessen gewohnt hoher Beliebtheit, gerade erst hat auch Starinvestor Warren Buffett mit seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway wieder zugeschlagen.

Den Kursrücksetzer, den das Börsenbeben Ende Januar ausgelöst hatte, hat Apple inzwischen weggesteckt und notierte zuletzt wieder so hoch wie vorher. Am Freitag war das Papier für rund 140 Euro oder 173 Dollar zu haben. Nicht wenige Analysten trauen der Apple Aktie jedoch den Sprung auf mehr als 200 Dollar in absehbarer Zeit zu.


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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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