Apple-Auto bereits ab 2019: Was Sie jetzt wissen müssen

Es wird konkret: Angeblich soll Apples selbstfahrendes Elektroauto bereits 2019 fertiggestellt werden. Das Projekt ist ambitioniert. (Foto: Denys Prykhodov / Shutterstock.com)

Die Gerüchte gab es schon lange, nun ist es offiziell – oder zumindest halb-offiziell, wie man das bei Apple eben so macht.

Man lässt die Branchenkenner und die Medien erst einmal drauflos spekulieren, streut hier und da gezielt noch ein paar Häppchen, die Gerüchte verdichten sich und irgendwann gibt es jedenfalls kein Dementi seitens des Konzerns.

So verhält es sich auch dieses Mal, die Rede ist einmal mehr vom selbstfahrenden Elektroauto, an dem der iPhone-Hersteller seit einer Weile bastelt. Das soll inzwischen so weit fortgeschritten sein, dass es einen konkreten Starttermin hat: 2019 sollen die ersten Fahrzeuge fertiggestellt werden.

Das zumindest behaupten „mit der Sache vertraute Personen“, die nicht näher genannt werden. Aber die hatten in der Vergangenheit in Bezug auf Apple und seine Produkte häufig Recht.

Apple-Auto nimmt konkrete Züge an

Zuletzt war berichtet worden, dass der kalifornische Konzern bereits nach einem Testgelände Ausschau hält, auf dem die automatisierten Fahrzeuge mit diversen Alltagssituationen konfrontiert werden können.

Mehrere hundert Experten sind zurzeit an dem Projekt – Codename „Titan“ – beteiligt und sollen ein selbstfahrendes Fahrzeug entwickeln. Allerdings, so die neuesten Einlassungen, werde zumindest das erste Modell noch nicht gänzlich eigenständig fahren, sondern eher teilautomatisiert. Die Vollautomatisierung ist für spätere Generationen des Fahrzeugtyps geplant.

Technologiegigant vs. Autokonzerne

Mit dem teilautomatisierten Auto ist Apple indes nicht allein. Längst forschen auch Größen wie BMW, VW oder Daimler an solchen Modellen, längst übernehmen in Neufahrzeugen nahezu aller Hersteller Bordcomputer einen Großteil der Aufgaben, längst manövriert sich das entsprechend ausgestattete Auto selbst in die enge Parklücke.

Damit stellt sich die Gretchenfrage, wer für dieses Zukunftsprojekt besser gerüstet ist: Etablierte Automobilkonzerne, die jahrzehntelange Erfahrung in der Fahrzeugentwicklung haben – oder der Technologiegigant, der gerade in den letzten Jahren das Zusammenspiel von Hardware und Software immer weiter perfektioniert hat.

Elektroantrieb künftig gefragter?

In Sachen Sensorentechnik und Batterieleistung hat Apple in den vergangenen Jahren ebenfalls seine Expertise ausgebaut. Das ist kein unwesentlicher Faktor, wenn man bedenkt, dass das „Apple Car“ wohl einen Elektroantrieb erhalten soll.

Auch das ist nur logisch, denn angesichts immer strengerer Umweltauflagen geht der Trend mittelfristig weg vom Verbrennungsmotor und hin zu alternativen Antriebsmodellen. Im Zuge der aktuellen VW-Affäre scheint außerdem denkbar, dass entsprechende Abgastests in Zukunft noch strengere Kriterien anlegen werden.

Bislang tun sich Elektroautos beim Kunden eher schwer, sie bilden (noch) Nischenprodukte, was vor allem ihrem vergleichsweise hohen Anschaffungspreis und einer relativ begrenzten Reichweite der Batterien geschuldet ist. Zumindest letzteres dürfte in den kommenden Jahren optimiert werden. Doch wer Apples übliche Gewinnmargen kennt, wird kaum auf ein Auto zum Schnäppchenpreis hoffen dürfen.

2015-09-25 Apple

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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