Apple braucht wieder „The next big thing“

Für Apple-Fans dürfte 2016 ernüchternd gewesen sein: Wer „The next big thing“ erwartet hatte, wurde enttäuscht.

Es gab zwar 2 neue Smartphones, ein neues Tablet und MacBook sowie zuletzt Bluetooth-Kopfhörer. Die Geräte konnten jedoch die Erwartungen, die an sie gestellt wurden, nicht erfüllen.

Dazu kamen merkwürdige Werbekampagnen sowie ein sich abzeichnendes Akku-Problem.

Bisher war die hohe Kundenbindung Apples Parade-Disziplin.

In Zeiten von rückläufigen Smartphone-Verkäufen und breit aufgestellten Konkurrenten, muss Apple sich bald etwas einfallen lassen, um seine treuen Kunden nicht zu verlieren.

Ideal wäre ein wirklich großes nächstes Ding…

Laut NetApp hat Speicher-Hardware noch lange nicht ausgedient

Die Verarbeitung immer größer werdender Datenmengen nimmt eine zunehmend bedeutende Rolle ein. Laut NetApp ist diese Entwicklung nicht mehr aufzuhalten.

Bei der Speicher-Technologie ist das richtige Zusammenspiel zwischen Hard- und Software entscheidend. Große Hoffnungen setzt der Konzern in die All-Flash-Arrays im Zusammenspiel mit Software.

Bislang kommen die flinken und geräuschlosen Flash-Speicher vor allem in mobilen Geräten zum Einsatz. NetApp verfolgt die Vision, die Flash-Speicher auch als Standard für Unternehmen zu etablieren.

All-Flash-Arrays verbessern die Prozessor-Auslastung der Server. Dadurch lassen sich Datenbanken und Server besser konsolidieren, womit wiederum Lizenz-Gebühren eingespart werden können.

Schließlich vereinfacht und beschleunigt eine reduzierte IT-Umgebung die Bereitstellung von IT-Dienstleistungen.

Bislang haperte es v. a. an den vergleichsweise hohen Anschaffungs-Kosten für All-Flash-Arrays. Diese sind inzwischen jedoch deutlich gesunken.

Logitech ist der Gewinner 2016 …

Seitdem der Computerzubehör-Produzent Logitech aus dem OEM-Geschäft ausgestiegen ist, geht es aufwärts.

Jetzt hat die Firma einen Rekord erzielt: Im Einzelhandel stiegen die Verkäufe im 2. Quartal um 14% auf erstmals über 560 Mio. $.

Der Konzern fokussiert sich jetzt mehr auf Geschäftsbereiche wie Gaming, Mobile Speakers, Video Collaboration und Tablet & Other Accessories.

Logitech ist auf Erfolgskurs und erwartet auch für das Gesamtjahr ein Umsatz-Wachstum von 8 – 10%. Mit einem Kursplus von 60% ist das Unternehmen der Branchen-Primus 2016.

… und Lenovo das Schlusslicht

Mit einem Kursrückgang um 40% im vergangenen Jahr ist Lenovo das Schlusslicht der Branche. Der Traum vom weltweit führenden Computertechnologie- Unternehmen scheint ausgeträumt zu sein.

Nach kontinuierlichen Umsatz-Steigerungen der vergangenen Jahre hat der chinesische Computer- und Server-Hersteller seinen langfristigen Wachstumstrend verlassen.

Lenovo fährt die Strategie, neue Produkte von Osten aus nach Westen zu starten. Zunächst werden also Produkte in China eingeführt, um sie dann später auf den internationalen Märkten zu vermarkten.

Die Gruppe muss sich gegen einen seit Jahren weltweit zurückgehenden PC- und Server-Markt behaupten.

Durch neue Technologien wie Cloud-Computing und virtuelle Software geht der Bedarf an Hardware-Servern spürbar zurück.

17. Januar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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