Apple: Gegenwind für das iPhone X

Die Gerüchteküche brodelt: Verkauft sich das neue iPhone doch nicht so gut wie erhofft? Das sollten Apple-Anleger jetzt tun. (Foto: Denys Prykhodov / Shutterstock.com)

Die Apple-Aktie hat an den vergangenen Tagen einige Prozent von ihrem Höchststand abgegeben. Grund dafür waren aufkeimende Sorgen, dass sich das neue iPhone X doch nicht so gut verkauft wie bislang erwartet. Von solchen Spekulationen sollten Sie sich jedoch nicht zu überstürzten Handlungen treiben lassen.

Bekannter Apple-Analyst senkt den Daumen für das iPhone X

Auslöser war die Veröffentlichung einer kritischen Studie zu Apple von der US-Investmentbank JPMorgan. Darin prognostizierte Analyst Ming-Chi Kuo, bekannt für seine oftmals zutreffenden Vorhersagen zu Apple, dass Apple nach einem starken Weihnachtsgeschäft im 1. Quartal 2018 lediglich 18 Mio. iPhone X verkaufen wird. Außerdem spekuliert er darauf, dass Apple sein bis zu 1.320 Euro teures Spitzenmodell schon im Sommer vom Markt nehmen könnte, da es den Nachfolgermodellen zu ähnlich sein soll.

Auch andere Analysten hatten ihre Prognosen für die iPhone X-Verkäufe im 1. Quartal nach unten korrigiert. Sie verwiesen darauf, dass Apple seine Bestellungen bei seinen asiatischen Zulieferern inzwischen zurückgefahren habe.

Aktien von iPhone-Zulieferern auf Talfahrt

Zu den Spekulationen um die Zukunft des iPhone X gesellte sich eine sehr vorsichtige Prognose von Texas Instruments hinzu. Der Chipkonzern, dessen Geschäfte als Indikator für die Branche gelten, stelle für das laufende Quartal lediglich leicht sinkende bis stagnierende Umsätze in Aussicht.

Diese Meldung belastete zuletzt die Aktien des Chipsektors. Bei den Apple-Zulieferern AMS und Dialog Semiconductor fielen die Verluste überproportional aus. Dies hat Methode: Wann immer Apple auch nur hüstelt, steigen die Anleger in Scharen aus den Zulieferern aus. Wenn Sie in den Erfolg des iPhone investieren möchten, bietet Ihnen ein Direktinvestment in Apple daher aus meiner Sicht ein deutlich besseres Chancen/Risiken-Verhältnis als die Apple-Zulieferer.

Anleger sollten Ruhe bewahren

Falls Sie die Apple-Aktie bereits im Depot haben, sollten Sie sich durch solche Spekulationen nicht aus der Ruhe bringen lassen. Die Analysten passen ihre Schätzungen seit vielen Jahren mal nach oben und mal nach unten an. Hinzu kommen etliche Spekulationen um die Verkaufserfolge der aktuellen iPhone-Generation. Dem langfristigen Siegeszug der Apple-Aktie hat dies jedoch in all den Jahren keinen Abbruch getan.

Aber natürlich wäre es sehr naiv, negative Meldungen zu Apple komplett auszublenden. Auch Apple besitzt keine Garantie auf immerwährenden Erfolg. Daher gilt es für Apple-Anleger die Entwicklung zu beobachten und – falls sich eine Verschlechterung der Geschäfte abzeichnet – auszusteigen und die Gewinne mitzunehmen. Aber so weit ist es längst noch nicht.

Am 1. Februar legt Apple seinen Zahlen für das Weihnachtsquartal auf den Tisch und dürfte sich auch zum laufenden Quartal äußern. Dann sind wir (zumindest etwas) schlauer, was die Entwicklung beim iPhone X angeht.

Während es derzeit noch unklar ist, wie lange die Erfolgsgeschichte von Apple noch andauert, besitzen andere Unternehmen die Chance, in die großen Fußstapfen von Apple zu treten.

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Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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