Apple kickt Pfizer, Raytheon und Exxon Mobil aus dem Dow Jones!

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Wenn Sie mehrere Sektoren in Ihrem Depot abdecken, sind Sie weniger anfällig. Genau darum geht es auch dem Dow. Weniger Klumpenrisiko und mehr Flexibilität. (Foto: pio3 / shutterstock.com)

Was der DAX mit Wirecard kann, kann der Dow Jones schon lange. Heute wurde Pfizer die rote Karte gezeigt. Seit 2004 war das Pharmaunternehmen im Dow Jones gelistet. Das ist aber gar nichts gegen Exxon Mobil. Der Energieriese ist 1928 in den DJ aufgenommen worden! Doch auch seine Zeit ist abgelaufen. Das Luftfahrt- und Verteidigungsunternehmen Raytheon war dagegen nur 4 Monate dort gelistet. Erst im April kam der Sprung in den Dow Jones.

Apple bringt den Stein ins Rollen

Der Dow Jones wird auf Preisbasis berechnet. Hierbei werden die Preise aller Aktien durch einen flexiblen Divisor geteilt. Wenn Apple jetzt einen Aktiensplit durchführt und eine Aktie nicht mehr 500 US-Dollar sondern nur noch 125 US-Dollar wert ist, ändert sich dann natürlich auch etwas beim Dow Jones. Schließlich ist Apple das Schwergewicht. Noch. Bislang machte Apple 12 Prozent des DJ aus, jetzt sind es nur noch 3 Prozent.

Willkommen im Dow Jones

Neu dabei ist jetzt die Biotech-Aktie Amgen. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Kalifornien, hat rund 21.000 Mitarbeiter und machte 2019 einen Umsatz von 23,4 Milliarden US-Dollar.

Honeywell ist die Nummer 2 im Bunde. Vor 12 Jahren war der Konzern für Gebäudeautomation schon einmal im Index. Heute wurde ihm erneut die Tür geöffnet. Das Unternehmen hat 113.000 Mitarbeiter, sitzt in North Carolina und machte 2019 36,71 Milliarden US-Dollar Umsatz.

Zu guter Letzt istSaleforce auch in den Dow aufgenommen worden. 17,1 Milliarden US-Dollar Umsatz machte das Unternehmen aus Kalifornien 2019 bei etwa 49.000 Mitarbeitern. Das Cloud-Geschäft funktioniert auch bei Saleforce. Der Gewinn lag 2018 bei 127 Millionen US-Dollar. Ein Jahr später waren es schon 1,11 Milliarden US-Dollar. Dabei verdoppelte sich fast die Belegschaft.

Diversifikation ist der Schlüssel zum Erfolg

Nicht nur Ihr Depot sollte gut diversifiziert sein. Also nicht alle Äpfel in eine Schale legen. Wenn Sie mehrere Sektoren in Ihrem Depot abdecken, sind Sie weniger anfällig. Genau darum geht es auch dem Dow. Weniger Klumpenrisiko und mehr Flexibilität.

Hier soll also weniger überlappen und mehr Unternehmen sollen dabei sein, die verschiedene Branchen abdecken. Abgesehen davon, dass der Dow Jones selbst als Index natürlich extrem unwichtig ist, soll er auch offiziell einen guten Querschnitt durch die US-Wirtschaft wiederspiegeln.

Wie unwichtig ist der Dow Jones wirklich?

Im Dow Jones sind etwa 30 Milliarden US-Dollar indexiert. Beim S&P 500 sieht das etwas anders aus: Hier sind 11 Billionen US-Dollar an Werten gelistet. Wir können also davon ausgehen, dass in den meisten Fällen nicht viel passieren wird bei dieser Neuverteilung.

Was sagen die Charts über die Zugezogenen?

Der Monatschart von Amgen versprüht Kauflaune. Im Juli gab es ein neues Allzeithoch. Das passiert bei Amgen aber offensichtlich fast jeden Monat oder jeden zweiten im Durchschnitt.

Bei Honeywell sieht es ähnlich aus. Lediglich aus der Corona-Krise sind die Kurse nicht ganz so stark nach oben geschossen. Das Allzeithoch ist noch ein paar Prozent entfernt.

Salesforce startet dank Corona jetzt erst richtig durch. Die letzten Monatskerzen wirken einfach stark und schier unaufhaltsam.

Jetzt müssen die drei Neuen im Dow Jones zeigen, dass Sie den Index mit nach oben ziehen können. Aber zur Not gibt es ja noch Apple.

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

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