Apple-Sensation: Was es mit dem Apple-Auto wirklich auf sich hat

Apple Logo RED_shutterstock_365917562_pio3

Erfahren Sie heute und morgen im „Schlussgong“, wie es um die Zukunft von Apple bestellt ist. (Foto: pio3 / shutterstock.com)

Die ungelösten Krisen (Griechenland, Ukraine) belasteten heute die Aktienkurse. Doch Käufer nutzen die ersten Kursabschläge, um sich mit Aktien einzudecken. Am Ende verlor der deutsche Leitindex DAX daher nur leicht und schloss mit 10.895 Punkten.

Während der Gesamtmarkt immer wieder unter den genannten Krisen leidet, marschiert eine Aktie praktisch ohne Pause nach oben: Die Apple-Aktie. Der Mix aus sehr guten Zahlen und positiven Prognosen passt einfach.

Ende Januar veröffentlichte Apple die Zahlen für das Schlussquartal des Kalenderjahres 2014. Die Apple-Zahlen für die Monate Oktober bis Dezember werden traditionell mit besonderer Spannung erwartet, da sie das starke Weihnachtsgeschäft beinhalten. Und diese Zahlen hatten es in sich:

Der Quartalsgewinn von Apple stieg im 4. Quartal 2014 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 38% auf 18 Mrd. US-Dollar. Das ist mehr als je ein anderes Unternehmen weltweit in einem einzigen Quartal verdienen konnte.

Aber wie geht es weiter mit Apple? Dieser Frage gehe ich heute und morgen hier im „Schlussgong“ nach. Im Fokus wird dabei vor allem ein künftiges Apple-Produkt stehen, welches das Produktportfolio des Unternehmens komplett verändern würde.

Apple plant das iCar

Bei Apple gibt es derzeit ein ganz besonderes Projekt, welches den Namen „Titan“ trägt und an dem aktuell 1.000 Mitarbeiter beschäftigt sein sollen. Dabei geht es um ein Auto von Apple. Selbst Gespräche über eine Fertigung wurden nach einem Bericht des „Wall Street Journals“ schon mit namhaften Firmen geführt.

Apple Logo RED_shutterstock_218314660_Lester Balajadia

AMS-Aktie: Apple-Zulieferer im SinkflugDer Apple-Zulieferer AMS ist im Sinkflug. Die Gekappte Prognose sorgt für Frust unter den AMS-Anlegern. › mehr lesen

Gerüchte um ein Apple-Auto gibt es schon lange, zuletzt kamen sie auf, als auf Apple zugelassene Vans mit Kameraausrüstung und Entfernungssensoren gesichtet wurden. Aber solange man bei Apple beharrlich zu diesem Thema schwieg, war es schwer, die Gerüchte einzuschätzen.

Einzelne Beobachtungen konnten auch mit anderen Projekten zusammenhängen, etwa dem Kartendienst oder einer Anpassung der Smartphone-Oberfläche speziell für den Einsatz im Auto.

Als dann Berichte auftauchten, dass Apple gezielt Mitarbeiter beim US-Elektroautobauer Tesla abgeworben hat, wurden die Gerüchte um ein Apple-Auto konkreter.

Das Apple-Auto, das womöglich iCar getauft wird, soll mit Elektroantrieb arbeiten, sei aber – zumindest anfänglich – nicht als autonomes Roboter-Auto konzipiert. Im Bezug auf den letztgenannten Punkt gibt es allerdings verschiedene Gerüchte.

Das Duell Apple gegen Google

Viele Beobachter gehen davon aus, dass Apple sich in diesem Geschäftsfeld mit Google messen will. Denn Google hat Pläne für einen Roboterwagen, der kurz vor der Fertigung stehen soll. Dieser Punkt würde dafür sprechen, dass das Apple-Auto ebenfalls ein Roboterauto wird.

Keinen Konkurrenzkampf wird es dagegen aus meiner Sicht mit den etablierten Autobauern geben. Denn: Ich gehe davon aus, dass die etablierten Automobilhersteller mittelfristig eher von der Pionierarbeit von Google und Apple profitieren werden.


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter von Rolf Morrien. Herausgeber: GeVestor Verlag | VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG. Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

Hinweis zum Datenschutz