Apple und Logitech bleiben Favoriten im Hardware-Segment

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Auch wenn die Corona-Krise nicht spurlos an Apple und Logitech vorbeigeht, so sind sie nach wie vor hervorragend aufgestellt. (Foto: Lester Balajadia / shutterstock.com)

Im 1. Halbjahr konnte Apple den Umsatz um 5,5% auf 150 Mrd. $ steigern. Der Gewinn stieg um 6,2% auf 33,5 Mrd. $. Durch Aktienrückkäufe ist der Gewinn pro Aktie sogar um 13,5% gestiegen. Das iPhone generiert immer noch mehr als die Hälfte des Umsatzes von Apple.

Nach einer Phase des Umsatzrückgangs konnte dieses Segment wieder um 2,3% wachsen. Der Umsatz mit Mac-Computern (-3,2%) und iPads (-11%) entwickelte sich rückläufig. Mit einem Umsatzplus von 31% wächst das Segment Wearables, Home and Accessories, am schnellsten. Dieses Wachstum wird vor allem von der Apple Watch getrieben, die sich vom reinen Lifestyle-Produkt immer weiter zum medizinischen Helfer entwickelt. Die Sparte Service konnte den Umsatz um 16,7% steigern.

Apple verdient immer mehr Geld mit den Inhalten, die auf den Geräten konsumiert werden

Mit einem Marktanteil von 19% ist Apple Music der zweitgrößte Musik-Streamingdienst der Welt. Der neu gestartete Video-Streamingdienst Apple TV Plus konnte sich nach 6 Monaten bereits einen Marktanteil von 10% erkämpfen. Pünktlich zu Beginn der Corona-Krise präsentierte Apple ein neues iPhone für gerade einmal 400 $.

Damit erschließt Apple eine neue preisbewusste Kundenschicht und reagiert auf die geänderten Bedürfnisse der Konsumenten. Nach 15 Jahren verabschiedet sich Apple von Intel. Als Prozessoren in den Mac-Computern kommen in Zukunft die aus iPhone und iPad bekannten Eigenentwicklungen zum Einsatz. Trotz der Corona-Krise erhöht Apple die Quartalsdividende um 6,5% auf 0,82 $.

Unternehmensporträt

Apple ist einer der weltweit führenden Elektronikkonzerne. Das Unternehmen designt, produziert und vermarktet Hardware- und Softwarelösungen für den privaten und geschäftlichen Gebrauch. Das bekannteste Produkt ist das iPhone. Die Geräte des Konzerns gehören in allen Kategorien von der Smartwatch bis zum Hochleistungs-PC zur Premiumklasse. Der Konzern nimmt in internationalen Markenrankings regelmäßig Spitzenpositionen ein.

Logitech konnte seine selbstgesteckten Ziele für 2019 erreichen

Der Umsatz war mit einer Steigerung von 7% auf 2,98 Mrd. $ der höchste, den Logitech je erzielt hat. Auch der Cashflow lag mit 425 Mio. $ auf Rekordniveau. Der Gewinn konnte um starke 74% gesteigert werden. Den höchsten Umsatz konnte Logitech mit dem Verkauf von Gaming-Artikeln generieren. Insbesondere die kabellosen Gaming-Mäuse konnten beim Verbraucher punkten. Insgesamt wurden dadurch 690 Mio. $ eingenommen.

Um weiterhin Wachstum der Gaming-Sparte zu garantieren, entwickelt Logitech immer weiter an den Gaming-Mäusen

Erst im April kam das neue Modell G203 LIGHTSYNC heraus. Das Unternehmen geht mit positivem Beispiel in Sachen Klimaschutz voran. Logitech wird das erste Unterhaltungselektronikunternehmen sein, das eine detaillierte CO2-Bilanzierung auf Produktverpackungen im gesamten Portfolio anbietet. Dabei beabsichtigt der Konzern, die Verbraucher über ihre Kaufentscheidungen zu informieren. Außerdem will Logitech eine branchenweite Verlagerung herbeiführen, um die Auswirkungen von Kohlenstoff auf die Umwelt drastisch zu verringern. Noch sind im Unternehmen kaum Auswirkungen der COVID-19-Pandemie zu spüren.

Logitech besitzt, eigenen Aussagen nach, starke langfristige Wachstumstreiber, die Zuversicht geben, die finanziellen Aussichten für das neue Geschäftsjahr beizubehalten.

Unternehmensporträt

Der Schweizer Konzern Logitech ist ein weltweit führender Hersteller von Computerzubehör wie kabellosen Mäusen und Tastaturen, Fernbedienungen, Spielekonsolen-Zubehör, Joysticks, PC-/MP3-Lautsprechern und WebCams. Der Vertrieb der Produkte erfolgt über den Elektronik-Einzelhandel. GV: September 2020

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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