Armenhaus Griechenland – Wie die EU-Troika Hellas zerstört

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Während der Flüchtlingsstrom unverändert anhält, verarmt ein EU-Mitglieds- und Transitland zunehmend: Griechenland. (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Griechenland steht mit im Mittelpunkt der europäischen Flüchtlingspolitik.

Kommen hier doch die meisten Flüchtlinge aus dem Mittleren Osten und der Türkei als erstes an, um dann über die Balkan-Route weiterzuziehen.

Die Bedingungen, die sie in Hellas vorfinden, sind alles andere als optimal.

Humanitäre Katastrophe

Doch das, was über Griechenland weitläufig verschwiegen wird, ist eine humanitäre Katastrophe – und zwar nicht nur für die ankommenden Migranten, sondern auch für die einheimische Bevölkerung.

Nur keiner spricht darüber – weil es ein Armutszeugnis der EU-Politik ist.

Hier erfahren Sie die ganze, beschämende Wahrheit für das Versagen der Eurokraten.

Neues Sparprogramm für die Hellenen

Sie werden sich erinnern: Die wiedergewählte Syriza-Regierung unter Alexis Tsipras musste das 3. Bailout durchs Parlament bringen.

Dies geschah mit einer äußerst knappen Mehrheit. Denn immer mehr Kritik wird laut bzw. versiegt nicht – und zwar an der Politik der Troika.

Wie Sie wissen, besteht diese aus Vertretern des Internationalen Währungsfonds (IWF), der Europäischen Kommission und der Europäischen Zentralbank (EZB).

Verheerende Troika-Bilanz

5 Jahre lang zwang diese Troika, die über Gedeih und Verderb der Hellenen wachte, diese in einen bislang einmaligen Sparkurs.

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Die dahingehende Bilanz ist nicht nur traurig, sondern geradezu entsetzlich.

Wissen Sie, wie diese lautet? Lesen Sie weiter, um es zu erfahren!

Armenhaus Griechenland

Jetzt ist es amtlich: Noch nie ging es den Griechen so schlecht, wie heute. Nach den beiden vorhergehenden Bailouts ist Hellas verarmt wie niemals zuvor.

Denn sage und schreibe 36% der Griechen sind von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Das ist jeder 3.! – Rund 8% mehr als vor der Krise 2008, als die Armutszahl noch bei 28,1% lag.

Oder anders ausgedrückt: Die Einkommensarmut ist gestiegen, bei der die Menschen nach Zahlung von Sozialleistungen von Armut bedroht sind.

Sie leiden unter erheblicher materieller Entbehrung oder müssen in einem Haushalt mit sehr niedriger Erwerbstätigkeit leben.

Höchste Armutsquote in der Eurozone

In Griechenland gibt es also die höchste Armutsquote in der gesamten Eurozone – sogar noch vor Bulgarien und Rumänien. Der Durchschnitt in der Eurozone liegt bei 24,4%.

Zu Ihrer Info: In Deutschland ist mehr als jeder 5. von Armut bedroht (20,6%).

Damit ist Griechenland nach 5 Jahren im Würgegriff der Troika zum Armenhaus der EU verkommen. In keinem anderen Mitgliedsstaat ist die Situation so dramatisch.

Das ist sprichwörtlich und tatsächlich ein Armutszeugnis – für die EU, für die Eurokraten und ihre verheerende Wirtschafts- und Finanzpolitik.


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Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.