Armut in den USA greift um sich: Lebensmittelkarten auf Rekordkurs

Rekorde über Rekorde in den USA – diesmal erneut Hochstände negativer Form.

Denn: Die Zahl der Bezieher von Lebensmittelkarten explodiert weiter.

Zwar sank die Bezieher-Zahl um etwa 64.000 auf 46,45 Millionen, gegenüber dem Vorjahr jedoch explodierte der Wert erneut um 2,26 Millionen und ist damit nahe dem Allzeithoch.

Bedenken Sie, dass dies mehr als 10% aller Amerikaner sind! Das bedeutet: Amerika verhundert geradezu zusehends – oder der Staat hilft den Armen und lässt die Kosten dafür explodieren.

Hohe Zahlen

Die Zahlen sind beeeindruckend und bedrückend. Wir lassen hier noch einmal die Fakten sprechen.

Denn: Im Jahr 2000 war die Zahl der Bezieher dieser Karten mit etwa 17 Millionen ungefähr um 29 Millionen geringer.

Der Staat muss etwa 6 Milliarden Dollar pro Monat für diese Form der Versorgung aufwenden. Dies sind pro Jahr also gut 72 Milliarden Dollar. Diese Kosten explodieren derzeit:

  • 2010 hatten die USA etwa 64,7 Milliarden US-Dollar ausgeben müssen.
  • 2011 betrugen die Kosten ungefähr 50,4 Milliarden US-Dollar.
  • 34,61 Milliarden US-Dollar kostete diese indirekte Sozialhilfe den Staat im Jahr 2008.

Mehr und mehr Menschen in diesem „Programm“

Experten vermuten, dass sich zahlreiche Menschen nicht per Lebensmittelkarten versorgen lassen. Das aber heißt: Unter dem Strich benötigen sicher mehr als 20% der Amerikaner die Versorgung mit kostenfreien Lebensmitteln.

Dafür spricht auch folgendes: Der Anspruch auf dieses Programm ist für Erwachsene ohne Kinder reichlich eingeschränkt.

Sie dürfen maximal 50 Jahre alt sein und in 36 Monaten die Hilfe für insgesamt für 3 Monate beziehen. Und diese Gruppe wird immer größer, wie die Statistik zeigt.

Risiko: Kaufkraft-Verluste

Das Risiko: Dem Anstieg der Bezieher in Höhe von fast 30 Millionen Menschen stehen lediglich 3,79 Millionen „Mehrbeschäftigte“ gegenüber, sodass die Wirtschaft zum einen eine deutlich schlechtere Verteilung produziert und zum anderen die durchschnittliche tatsächliche Kaufaktivität ausbremst.

Wer viel hat, muss immer weniger relativ für den Konsum ausgeben. Mit anderen Worten: Die US-Wirtschaft taumelt dem Abgrund entgegen.

Dass „nur“ 8,2% offiziell arbeitslos gemeldet sind, ist fast nur die Hälfte der Wahrheit. Deswegen meinen wir: Die Konjunkturkrise schwelt unterschwellig weiter.

GeVestor meint:

Die nahrungsmitteltechnische Verarmung ist keine Glaubensfrage, sondern direkt an Zahlen zu belegen. Sie können davon ausgehen, dass die Krise noch nicht vorbei ist, sondern an Schärfe gewinnen wird.

Was wir nicht wissen: wann der Sturm tatsächlich losbricht. Warten Sie daher nicht allzu lange, sondern investieren Sie, wie vorgeschlagen, in Sachwerte, die größere Rendite-Chancen versprechen!

Dazu zählen auch deutsche Großkonzerne wie Münchener Rück, das in der Hand von Warren Buffet liegt, dem erfolgrechsten Investor weltweit.

Wenn sich an der Substanz etwas ändert, erfahren Sie es über den dann großformatigen Abgesang Warren Buffets.

Eine mögliche Aktie bleibt daher der Rückversicherer, der dank der Schäden 2011 inzwischen höhere Margen durchsetzen kann.

10. April 2012

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Jan Aalto
Von: Jan Aalto. Über den Autor

Jan Aalto ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.

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