Atomare Abrüstung von Korea | Inflation in USA | EUR/USD im Chartcheck

Während Trump in Korea den Frieden bringt, steigt die Inflationsrate in den USA besonders stark. Deshalb werfen wir einen Blick auf die Zukunft des EUR/USD. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Es ist scheinbar vollbracht. Nordkorea steuert auf den Frieden zu. Kaum bekommt Kim etwas Aufmerksamkeit und Respekt, ist er plötzlich handzahm und zu Verhandlungen bereit. So einfach kann es gehen. Demnach sollen jetzt sämtliche Militärmanöver in der Region eingestellt werden. Laut Trump seien diese ohnehin zu teuer. Allerdings gibt es noch kein Datum, wann die Manöver wirklich enden.

Inflationsrate in den USA

Das Leben in den USA wird teurer. Die Inflationsrate stieg im Mai um 2,8 Prozent. Das war der höchste Anstieg seit Februar 2012! Bereits gestern hatten wir über die Leitzins-Entscheidung der FED gesprochen.

Nach diesen News zur Inflation, hat die FED noch weniger Handlungsspielraum. War es vorher über 90 Prozent wahrscheinlich, dass der Leitzins von 1,75 auf 2 Prozent angehoben wird, ist es jetzt eigentlich sicher.

Natürlich lässt sich die US-Notenbank ungern in die Karten schauen, aber eine Zinsanhebung wäre jetzt wiederum auch nicht überraschend. Im Gegenteil. Zusätzlich dazu ist die FED auch nicht für Überraschungen wichtig, sondern um die Preispolitik in gewisser Weise zu kontrollieren. Und jetzt schreit nun einmal alles danach, dass es höhere Zinsen geben müsste. Der Schritt auf 2 Prozent wird dabei auch nicht gravierend sein und ist vermutlich sowieso in den Märkten schon eingepreist.

EUR/USD im Chartcheck

Der Euro hat, wie in der Vorwoche besprochen, erneut zulegen können. Die 20-Tagelinie wurde nach oben durchbrochen und damit wurde das Tief Ende Mai bestätigt.

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Nur haben wir uns noch nicht so richtig weit von diesem Tief entfernt. Wir notieren weiterhin über die SMA-20 – doch aktuell ist die Luft erst einmal heraus. Eventuell ändert die FED-Entscheidung zum Leitzins etwas an diesem Bild. Denn momentan sind die Kurse um 1,18 EUR/USD wie festgenagelt.

Schon fünf Handelstage schwanken die Kurse um diesen Bereich. Somit ist auch die 1,20 vorerst in unerreichbare Ferne gerückt.

Wir befinden also im Niemandsland. Das ist für das Währungspaar aber nicht ungewöhnlich. Der Euro/US-Dollar tanzt gerne einmal einige Tage auf der Stelle, bevor es wieder weitergeht. Insofern könnten wir vielleicht sogar noch diese Woche eine Bewegung erleben. Die Richtung ist allerdings unklar. Tendenziell sollten die Kurse weiter steigen. Das war nach einer ähnliche Phase Ende 2017 genauso der Fall.

Fallen die Kurse jedoch wieder unter die 20-Tagelinie, können wir uns darauf einstellen, dass wir um die SMA-20 schwankende Kurse sehen werden. So war es zumindest auch in diesem Frühjahr.

Sie merken schon, die nächsten Kursbewegungen sind entscheidend, wie sich der EUR/USD in den kommenden Wochen entwickeln kann. Deshalb ist es aktuell geschickter nur zu beobachten, bevor eine Entscheidung gefällt wird.


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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.