Attraktive Alternative im Gesundheitssektor: Rhön mit Plus bei Umsatz und Gewinn

Auch am heutigen Brückentag war eine leicht nervöse Stimmung an der Börse zu spüren.

Angesichts fehlender Unternehmens-Nachrichten gab es für die Marktteilnehmer kaum Kaufimpulse.

Stattdessen rückten wieder die Sorgen über eine möglicherweise schwächelnde Weltwirtschaft in den Vordergrund.

Der grassierende Pessimismus sorgte bereits in den vergangenen beiden Wochen beim deutschen Leitindex DAX für ein Minus von gut 6%.

Zu den wenigen Ausnahmen, die heute Zahlen berichteten, zählt Rhön-Klinikum. Im 1. Quartal konnte der Krankenhaus-Betreiber den Umsatz dank gestiegener Patienten-Zahlen um knapp 6% auf 292 Mio. € steigern.

Insgesamt wurden zwischen Januar und März an den 5 Standorten mit insgesamt rund 5.400 Betten 206.000 Patienten behandelt – das ist ein Plus von gut 7%.

Positiver Sonder-Effekt

Entsprechend positiv fällt auch der Blick auf das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) aus: Es stieg von 49,7 auf 67,9 Mio. €.

Dabei gilt es aber zu berücksichtigen, dass Rhön von einem positiven Sonder-Effekt in Höhe von 36,4 Mio. € profitierte.

Rückstellungen unter anderem für Rechtsrisiken im Zusammenhang mit dem im Jahr 2014 abgeschlossenen Verkauf von insgesamt 43 Einrichtungen an Helios bzw. Fresenius wurden aufgelöst.

Unter dem Strich stieg der Gewinn um gut 55% auf knapp 50 Mio. €. Die Zahlen erfüllten damit die Erwartungen der Analysten.

Attraktive Ausschüttungs-Politik

Vom guten Geschäfts-Verlauf profitieren auch die Rhön-Aktionäre. Sie erhalten im Juni eine Dividende in Höhe von 0,80 € je Aktie.

Das bedeutet eine Dividendenrendite von 2,95% und angesichts der aktuellen Aktienanzahl von rund 67 Mio. eine Dividenden-Summe von knapp 54 Mio. €.

An dieser anlegerfreundlichen Ausschüttungs-Politik mit Ausschüttungs-Quoten von über 60% will das Unternehmen auch künftig festhalten. Sie sehen: Rhön bleibt ein attraktiver Dividendenwert im MDAX.

Voraussetzung hierfür bleibt aber zweifelsohne eine zukunftsfähige Aufstellung.

Als Alleinstellungsmerkmal im Markt sieht Rhön dabei die weitere Verzahnung von ambulanten und stationären Angeboten unter Einbindung weiterer Bereiche wie etwa der Rehabilitation, um insbesondere im ländlichen Raum dauerhaft eine medizinische Versorgung auf hohem Niveau sicherzustellen.

In diesem Jahr will Rhön mit dieser Strategie bei einem Umsatz zwischen 1,17 und 1,20 Mrd. € ein EBITDA in Höhe von 155 bis 165 Mio. € erzielen.

6. Mai 2016

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Philipp Ley
Von: Philipp Ley. Über den Autor

Philipp Ley ist ausgebildeter Wirtschaftsjournalist mit Stationen u. a. bei n-tv, Financial Times Deutschland, Rheinischen Post und der Aktien-Analyse. In den vergangenen zwölf Jahren hat er zudem als Kommunikations- und Investor-Relations-Berater zahlreiche Geschäftsberichte erstellt: für kleinere aufstrebende Unternehmen ebenso wie für Börsenschwergewichte.

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