Attraktive Nische für Investoren

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Der Spezialfahrzeugbau war über Jahre eine interessante Nische für Anleger. Doch wie steht es heute um Rosenbauer? Wir haben für Sie analysiert! (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Egal ob Karneval, Fasching oder Fasnacht: Ende Februar waren die Straßen trotz des widrigen Wetters wieder voller Jecken und Narren. Ganz hoch im Kurs bei den Kleinen sind Kostüme von Polizei oder Feuerwehr. Während eine simple Verkleidung auf der Jagd nach Kamellen ihren Dienst tut, ist es im echten Leben doch ein wenig komplizierter. Auch bei Spezialfahrzeugen ist es mit ein wenig roter Farbe nicht getan.

Aus diesem Grund gilt der Spezialfahrzeugbauer Rosenbauer auch seit Jahren als Nummer eins, wenn es um Fahrzeuge für die Feuerwehr geht. Die Auftragsbücher sind voll. Doch zuletzt schwächelte der Kurs. Wie wir die Aktie sehen? Lesen Sie unsere Analyse!

Rosenbauer bleibt auch Wachstumskurs

Die Rosenbauer International AG wurde 1886 gegründet und gehört weltweit zu den 3 größten Herstellern von Feuerwehrfahrzeugen. Hauptkonkurrenten sind die US-Konzerne Oshkosh Truck und Federal Signal. Mit einer umfassenden Palette modernster Löschfahrzeuge, Hubrettungsgeräte sowie feuerwehrspezifischer Sicherheitsausrüstung deckt Rosenbauer das gesamte Spektrum der Branche ab.

Das Unternehmen ist in 9 Ländern auf 4 Kontinenten vertreten.  Rosenbauer steigerte in den ersten 9 Monaten den Umsatz um 11% auf 614,5 Mio €. Dabei fielen die Auslieferungen in Nordamerika, Zentraleuropa und Asien höher aus, während der Mittlere Osten, Nord- und Westeuropa Rückgänge verbuchten. Eine ausgeprägte Saisonalität ist charakteristisch für die Feuerwehrindustrie.

Dementsprechend baut sich in den ersten 6 Monaten eines Geschäftsjahres Bestand auf, während der überwiegende Teil der Auslieferungen in der zweiten Jahreshälfte erfolgt. Das operative Ergebnis (EBIT) lag mit 15,1 Mio € unter dem Vorjahreswert von 17,0 Mio €. Der Grund dafür sind die produktionsbedingt hohen Aufwendungen für Personal und Material, die die stärkere Betriebsleistung mehr als aufgehoben haben. Unterm Strich hat sich der Gewinn halbiert. Der Auftragseingang lag mit 784,1 Mio € auf dem Niveau des Vorjahres.

So sollten Sie handeln!

Das stärkste Plus wiesen mit Abstand die Regionen NISA und CEEU aus. Der Auftragsbestand belief sich auf 1,22 Mrd € – eine neue Rekordmarke. Aufgrund des hohen Auftragsbestandes und der starken Auslastung weist die Bilanz ein hohes Betriebskapital aus. Die Bilanzsumme erhöhte sich von 756,3 auf 954,2 Mio €, was insbesondere auf das höhere kurzfristige Vermögen zurückzuführen ist.

Die erstmalige Anwendung von IFRS 16 hat 23,8 Mio € zur Erhöhung der Bilanzsumme beigetragen. Angesichts der guten Auslastung der Produktionsstätten erhöhte der Vorstand das Umsatzziel für 2019 auf 980 Mio €, die EBIT-Marge wird jetzt mit 5,1% erwartet. Rosenbauer bleibt ein gutes Unternehmen und die Dividendenrendite von 2,9% ist solide. Ein Überflieger wird die Aktie aber auch künftig nicht sein. Als bestehender Aktionär können Sie aber dabei bleiben!

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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