Auch auf der Schiene lassen sich hohe Gewinne erzielen

Immer stärker verfestigt sich die Seitwärtsbewegung an den internationalen Börsenplätzen. Während sich in den USA der Dow Jones seit Mitte März kaum mehr von der Stelle bewegt – von kleineren temporären Auf- und Abschwüngen abgesehen –, pendelt der deutsche Leitindex DAX seit Wochen zwischen 9.500 und 10.000 Punkten.

Experten gehen davon aus, dass sich an dieser Entwicklung zunächst kaum etwas ändern wird. Umso interessanter ist für Sie nun der Blick auf einzelne Unternehmen. In dieser Woche berichtete beispielsweise die VTG die endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2015.

Und die fielen sehr gut aus: Das führende Waggonvermiet- und Schienenlogistikunternehmen Europas konnte seinen Konzernumsatz um 25,6 Prozent auf knapp 1,03 Mrd. Euro steigern. Der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg sogar um 76,2 Prozent auf 336,5 Mio. Euro.

Gelungene Übernahme und erfolgreiche Re-Finanzierung

Hauptgründe für die starke Entwicklung sind die Übernahme der AAE, eine gelungene Re-finanzierung sowie die Stärkung der Logistikbereiche. Nach der erfolgreichen Integration der AAE firmiert der Geschäftsbereich Waggonvermietung Europa künftig als VTG Rail Europe GmbH – dieser Bereich macht gut 53 Prozent des Gesamtumsatzes aus.

Auch der Geschäftsbereich Schienenlogistik verbuchte 2015 ein erfolgreiches Jahr. Der Umsatz erhöhte sich um 0,6 Prozent auf 324 Mio. Euro. Das EBITDA stieg sehr deutlich auf 3,4 Mio. Euro nach einem leichten Verlust von 0,2 Mio. Euro im Vorjahr.

Zum Jahresende übernahm die VTG die restlichen 30 Prozent am gemeinsamen Joint Venture mit Kühne + Nagel und ist nun alleinige Gesellschafterin des größten privaten Schienenlogistikunternehmens in Europa, der VTG Rail Logistics.

Schließlich stieg auch im Geschäftsbereich Tankcontainerlogistik der Umsatz um 10,2 Prozent auf 166,3 Mio. Euro. Das EBITDA verbesserte sich um 6,5 Prozent auf 13,6 Mio. Euro. Der gute Geschäftsverlauf sorgte auch dafür, dass die VTG heute äußerst gesund aufgestellt ist: Die Eigenkapitalquote verbesserte sich im Vergleich zu 2014 (20,3 Prozent) deutlich auf 24,6 Prozent.

Gut gewappnet für die Zukunft

Entsprechend zufrieden ist Heiko Fischer, Vorstandsvorsitzender der VTG AG: „Wir stehen heute mit einem nochmals deutlich gestärkten Geschäftsmodell sowie sehr guten Voraussetzungen für unsere zukünftige Entwicklung da. Wir fühlen uns gut gewappnet für die Zukunft.“

Im Mittelpunkt der unternehmerischen Entwicklung stehen 2016 und in den Folgejahren unter dem Stichwort VTG 4.0 die Themen Innovationen, Digitalisierung und Vereinfachung von Prozessen und Strukturen. Für 2016 erwartet Fischer zunächst einen weiter ansteigenden Umsatz auf 1,03 bis 1,07 Mrd. Euro und ein leicht steigendes EBITDA zwischen 345 und 355 Mio. Euro.

Sie sehen: Die VTG AG befindet sich auf einem beeindruckenden Weg. Die gelungene Integration der AAE und geschickte Verhandlungen hinsichtlich der Refinanzierung sorgten nicht nur für ein gutes Geschäftsjahr 2015, sondern auch für eine hervorragende Ausgangsposition für weiteres Wachstum. Schließlich gefällt auch die Anhebung der Dividende um 11 Prozent auf 0,50 Euro – die VTG-Aktionäre erhalten sie Ende Mai.

8. April 2016

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Philipp Ley
Von: Philipp Ley. Über den Autor

Philipp Ley ist ausgebildeter Wirtschaftsjournalist mit Stationen u. a. bei n-tv, Financial Times Deutschland, Rheinischen Post und der Aktien-Analyse. In den vergangenen zwölf Jahren hat er zudem als Kommunikations- und Investor-Relations-Berater zahlreiche Geschäftsberichte erstellt: für kleinere aufstrebende Unternehmen ebenso wie für Börsenschwergewichte.

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