Auch diese spezielle Medaille hat zwei Seiten

Nächste Woche beginnen die Olympischen Winterspiele und dabei jagen die Sportler der Goldmedaille hinterher. Doch die besteht zum Großteil aus einem anderen Metall. (Foto: Billion Photos / Shutterstock.com)

Jetzt ist es wieder soweit: Ende nächster Woche starten die nächsten Olympischen Winterspiele. Bei der 23. Auflage geht es dieses Mal nach Südkorea in das beschauliche Pyeonchang. Vom 9. bis 25. Februar werde sich dort die besten Wintersportler der Welt treffen und um Medaillen kämpfen.

Und wenn die Sportler ehrlich sind, geht es vor allem um eine Medaille: Die aus Gold. Genau darauf möchte ich heute einmal genauer schauen. Denn diese Medaille trägt zwar den Namen Goldmedaille. Hier stellt sich aber die Frage: Ist dieser Name überhaupt gerechtfertigt?

Zunächst einmal zum allgemeinen Design der Medaille: Das hat der Südkoreaner Lee Suk-woo entworfen. Dabei sind die Olympischen Ringe auf einer Struktur aufgebracht, die Bäumen nachempfunden ist. Das hat klar einen symbolischen Charakter. In Südkorea symbolisieren Baumstämme Arbeit, die investiert wurde, um Neues zu schaffen.

Tatsächlich investieren die Sportler sehr viel Arbeit um etwas zu schaffen – das steht außer Frage. Aber der Anreiz ist hier sicherlich nicht der Goldanteil der Medaille. Denn wie sich vorstellen können, bestehen die Goldmedaillen heute nicht mehr aus reinem Gold. Das war nur zu Beginn der Olympischen Spiele der Neuzeit so. Die begannen ja 1896 in Athen und bis zum Jahr 1912 und den Spielen in Stockholm waren die Medaillen tatsächlich aus purem Gold.

Nur 6 Gramm Gold in der Goldmedaille

Heute sieht das komplett anders aus: Das Internationale Olympische Komitee hat nur einen Mindestanteil von 6 Gramm Gold pro Goldmedaille vorgegeben. Genau diesen Anteil bringen jetzt auch die aktuellen Medaillen in Südkorea.

Den größten Anteil nimmt aber Silber ein: von den insgesamt 586 Gramm sind 580 Gramm Silber. Damit ist auch der reine Materialwert nur knapp 470 Euro. Der ideelle Wert einer solchen Medaille ist natürlich deutlich höher anzusiedeln. Das hat sich in der Vergangenheit immer wieder bei Auktionen gezeigt: Die bislang wohl teuerste Goldmedaille ist dabei schon sehr alt: Immerhin fast 1,5 Mio. Dollar brachte die 1936 von Jesse Owens bei den Olympischen Sommerspielen in Berlin erreichte Goldmedaille.

Dabei kann es durchaus lukrativ sein, auch mal bei Auktionen auf solche Medaillen zu schauen. Immer wieder kommt es eben vor, dass sich ehemalige Olympiasieger von ihren Medaillen trennen. Als wirklich seriöses Investment ist so etwas natürlich nicht geeignet. Da fahren Sie auf jeden Fall besser mit klassischen Goldmünzen

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Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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