Auf Stryker ist weiterhin Verlass

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Der US-Medizintechnikkonzern Stryker ist an Beständigkeit kaum zu überbieten. Dies zeigen auch die jüngsten Zahlen. (Foto: NicoEINino / shutterstock.com)

Wie Sie wissen, gilt es bei Aktien neben den Chancen auch stets die Risiken im Blick zu haben. Die ideale Aktie ist daher eine, die kontinuierlich – ohne größere Rücksetzer – steigt. Die Aktie von Stryker hat in den vergangenen Jahren eine beeindruckende Kontinuität hingelegt.

Kurzportrait

Der US-Medizintechnik-Konzern produziert HighTech-Implantate für die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie künstliche Knie-, Hüft- und Schultergelenke. Zudem bietet Stryker Operationstechnik, Operations-Roboter, Trauma-Systeme und Endoskopie-Systeme. Zubehör und Verbrauchsmaterial für die Versorgung von Patienten sowie Produkte für die Unfallversorgung wie Tragebahren runden das Angebot ab.

Beständiges Wachstum und kontinuierliche Kursentwicklung

Stryker steigert Umsatz und Gewinn Jahr für Jahr beständig mit rund +10%. Ähnlich kontinuierlich verläuft die (positive) Entwicklung beim Aktienkurs. Die Aktie braucht nach einem (seltenen) Kursrücksetzer niemals lange, um wieder auf einen neuen Höchststand zu klettern.

Auch die jüngsten Quartalszahlen können überzeugen

Ebenfalls sehr zuverlässig ist Stryker bei seinen Quartalsberichten, mit denen die Analystenprognosen regelmäßig (leicht) übertroffen werden können. Dies war auch bei den gestern veröffentlichten Zahlen zum 4. Quartal der Fall:

Der Umsatz kletterte um +9% auf 4,13 Mrd. US-Dollar (Prognose: 4,10 Mrd.). Mit 2,49 US-Dollar pro Aktie Quartalsgewinn (+14% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) konnte auch hier die Analystenprognose von 2,46 US-Dollar übertroffen werden.

Erfolgsfaktor Übernahmepolitik

Neben innovativen Produkten zählt auch die Übernahmestrategie von Stryker zu den Erfolgsfaktoren. Der Konzern tätigt jedes Jahr mehrere kleinere Übernahmen zur Aus-weitung seines Produktangebots. Dabei versteht es Stryker wie kaum ein anderes Unternehmen, die neuen Geschäftsbereiche schnell in seine Konzernstruktur zu integrieren und zum Erfolg zu führen. Auf große Übernahmen, mit denen höhere Risiken verbunden sind, verzichtet Stryker hingegen.

Kursrücksetzer nach Übernahme von Wright Medical im November

Anfang November kündigte Stryker eine für seine Verhältnisse relativ große Übernahme an:  Für 4 Mrd. US-Dollar kaufte Stryker Wright Medical. Das Unternehmen zählt zu den Marktführern für chirurgische Lösungen für die oberen Extremitäten (Schulter, Ellenbogen, Handgelenk und Hand) und die unteren Extremitäten (Fuß und Sprunggelenk) und erwirtschaftet rund 1 Mrd. US-Dollar Umsatz.

Trotz zahlreicher positiver Analystenkommentare über die Stärkung wichtiger Geschäftsbereiche reagierten die Anleger erst einmal vorsichtig und schickten die Aktie rund 10% in den Keller. Inzwischen wurde der Kursabschlag aber wieder vollständig aufgeholt.

Alle Kursrücksetzer waren bislang günstige Einstiegsgelegenheiten

Wieder einmal hat sich der kleine Kursrücksetzer bei der Stryker-Aktie als günstige nachträgliche Einstiegsgelegenheit erwiesen. Ich sehe gute Chancen, dass dies auch in Zukunft so bleibt. Die beeindruckende Erfolgsgeschichte von Stryker dürfte noch lange nicht am Ende sein. Wenn Sie ein solides Langfrist-Investment für Ihr Depot suchen, lohnt sich ein näherer Blick auf die Aktie allemal.

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Sascha Mohaupt
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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