Auf Urlaub will keiner verzichten

Die Reise-Branche boomt. Dank guter Konjunktur und Rekord-Beschäftigung können sich immer mehr Menschen eine Urlaubsreise leisten. (Foto: Birgit Reitz-Hofmann / shutterstock.com)

Terror-Anschläge, Natur-Katastrophen oder politische Veränderungen sind zwar Gift für die Tourismus-Branche.

Dennoch wollen die Menschen nicht auf ihren Urlaub verzichten; besonders die Deutschen nicht.

Deutsche können das Reisen nicht lassen

Dank guter Konjunktur, Rekord-Beschäftigung und steigender Einkommen können sie sich eine Urlaubsreise auch leisten.

Konzerne wie TUI sind mit den Sommer-Buchungen zufrieden. Besonders klassische Ziele wie Griechenland und Spanien boomen.

Allein in Griechenland werden in diesem Jahr 30 Mio. Besucher erwartet; so viel wie noch nie zuvor. 2011 waren es noch 14 Mio.

Das Nachsehen haben Länder wie Ägypten und die Türkei, auch wenn sich die Situation dank extrem niedriger Preise zuletzt etwas entspannt hat.

Aber auch Deutschland bleibt ein beliebtes Reiseziel:

Laut Statistischem Bundesamt stieg allein in den ersten 4 Monaten die Zahl der Übernachtungen um 3% auf 117,8 Mio. Davon entfielen 95,8 Mio. auf deutsche Urlauber.

Kreuzfahrten werden ebenfalls immer stärker nachgefragt. Die Anbieter erwarten in diesem Jahr einen Anstieg um 4% auf 26 Mio. Passagiere.

Von diesem Trend will auch die TUI profitieren und hat vor Kurzem mit „Mein Schiff 6“ ihren 16. Dampfer in Betrieb genommen.

1. Wahl: Priceline.com

Trotz guter Geschäfte kommt die TUI-Aktie nicht vom Fleck.

Die bessere Wahl ist Priceline.com. Der Internet-Reisevermittler verdient sein Geld unabhängig von äußeren Einflüssen. Die Kosten sind gering, die Margen entsprechend hoch.

2 Reise-Aktien mit schönen AussichtenPriceline.com und TUI trotzen der Terrorangst und steigern die Gewinne. Strategische Investitionen sichern das Wachstum auch in Zukunft. › mehr lesen

Auch langfristig steht die Ampel auf Grün: Schätzungen zufolge steigt der Umsatz der Internet-Vermittler bis 2020 um fast 1/3 auf 820 Mrd. $.

Starbucks fällt immer etwas Neues ein

Früher verkaufte Starbucks fast ausschließlich Kaffee, doch zurzeit werden in aller Welt neue, gesunde Food-Produkte in das Sortiment aufgenommen.

Längst gibt es nicht nur Kuchen, Donuts oder Muffins, sondern auch Salate, Wraps, Sandwiches, Piadinas oder Bagels.

In den USA führt Starbucks sogar bereits Drive-Thru-Schalter ein, damit die Kunden ihre Kaffees und Sandwiches direkt aus dem Auto heraus kaufen können.

Zuletzt lief das Geschäft aber eher schleppend; der Umsatz kletterte nur noch um 6% auf 5,3 Mrd. $.

Konzernchef Kevin Johnson, der im April Howard Schultz ablöste, versprach eine rasche Rückkehr zu starkem Wachstum.

Der Druck, wieder mehr Kunden in die Filialen zu locken, ist groß. In den letzten beiden Quartalen hat sich das Umsatz-Wachstum mehr als halbiert.

YUM! Brands ist wieder auf Kurs

Die strategische Neuausrichtung verhalf YUM! Brands zu einem guten Jahres-Auftakt: Der Umsatz ging zwar leicht zurück, aber unterm Strich stieg der Gewinn um 44%.

esonders gut liefen die Geschäfte bei Taco Bell.

Pizza Hut musste dagegen im Heimatmarkt einen Rückgang der Umsätze auf vergleichbarer Fläche hinnehmen.

Mit einer Investitions-Offensive will Yum! Brands der Marke Pizza Hut in den USA wieder Schwung verleihen.

Im Fokus steht neben der Stärkung des operativen Geschäfts v. a. der Ausbau der digitalen Aktivitäten (E-Commerce).


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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.