Aufgepasst! – Jetzt werden die Weichen gestellt

Seit 1 Monat seitwärts – Gefahr in beide Richtungen! Auf was Sie jetzt besonders achten müssen, das verrät Ihnen Michael Sturm hier: (Foto: Pavel Ignatov / shutterstock.com)

Schon den gesamten Börsen-Monat Oktober versucht der DAX-Index, die 13.000er-Marke endgültig zu knacken, doch so recht gelingen will das den DAX-Bullen nicht.

Sobald der Index einmal über der 13.000 steht, kommt spätestens 2 Tage später leichter Abgabedruck, und der DAX-Index rutscht wieder unterhalb die „magische Marke“.

Positiv festzuhalten bleibt aber, dass es nicht weit nach unten geht.

Das ist im kurzfristigen 1-Monats-Chart des DAX-Index gut zu erkennen:

DAX 261017 1M

DAX-Chart 1 Monat (Stunden-Balken)

DAX-Index pendelt um die 13.000 in engem Band

Es war schon zu erwarten, dass der DAX-Index nicht im Wahnsinns-Tempo der September-Rally weiter nach oben klettern und die 13.000 Punkte ohne Widerstand überwinden kann.

Aber er schlägt sich sehr gut bisher. Denn von größerer Korrektur-Neigung ist nichts zu spüren.

Der Index hangelt sich in einem vergleichsweise schmalen Band seitwärts um die 13.000er-Marke entlang.

Beachten Sie die 12.925 Punkte!

Im kurzfristigen 1-Monats-Chartbild vom DAX-Index sehen Sie sehr gut, wo der DAX-Index aktuell seine Unterstützung findet (grüne Horizontal-Linie).

Immer, wenn er nach einem misslungenen Angriff dort aufschlägt, kommt sofort Kaufneigung auf (grüne Mulden).

Das geht schon den ganzen Monat Oktober so. Bereits 6 Mal konnte diese Unterstützungs-Linie erfolgreich getestet werden.

Das birgt aber auf der anderen Seite auch die Gefahr, dass ein Durchbruch unter diese Linie größeres Abwärts-Potenzial eröffnet.

Unter 12.925 geht es direkt auf 12.650 Punkte herunter.

Deshalb sollten Sie diese Marke unbedingt im Auge behalten, wenn Sie auf eine weitere DAX-Hausse über 13.000 Punkte gesetzt haben.

Ich habe Ihnen im Chartbild 2 Kreise eingezeichnet. Der rote Kreis ist der erste Widerstand nach oben, den der Index packen muss, um seine Reise nach oben fortzusetzen.

Der Durchbruch nach oben ist aber erst gelungen, wenn auch der schwarze Kreis überwunden wird.

Das bedeutet: Der DAX-Index muss über 13.100 Punkte laufen, um weiteres Potenzial nach oben zu erhalten.

Kurzfristiges Fazit:

Zwischen 12.925 und 13.100 Punkten passiert gar nichts. Beachten Sie diese beiden Niveaus genau, bevor Sie sich weiter positionieren!

Blicken wir in das mittelfristige 1-Jahres-Chartbild des DAX-Index:

DAX 261017 1J

DAX-Chart 1 Jahr (8-Stunden-Balken)

Schiebezone: Wie wird sie aufgelöst?

Nach Beendigung der von Mitte Juni bis Ende August andauernden Sommer-Korrektur (roter Trendkanal) raste der Index sehr dynamisch in Richtung Norden.

Nur kurzzeitig unterbrochen durch eine 2-wöchige Seitwärts-Zone konnte der Index bis kurz über das alte Allzeithoch klettern.

Aktuell schiebt sich der DAX-Index bereits seit 4 Wochen seitwärts (blaue Schiebezone).

Dies ist die Ihnen bekannte Zone aus der Kurzfrist-Analyse. Hier im mittelfristigen 1-Jahres-Chartbild vom DAX-Index erkennen Sie aber, wie groß das Folgepotenzial sein kann.

Nach unten 12.650 und 12.325 Punkte

Bricht er nach unten weg, dann geht es zumindest einmal Richtung 12.650 Punkte (roter Pfeil), wenn nicht gar runter auf die 12.325 Punkte-Unterstützung (obere grüne Linie).

Nach oben freie Bahn

Schafft es der Index aber, die obere blaue Linie zu knacken, dann besteht durchaus beträchtliches Folgepotenzial.

Wie weit der DAX-Index steigen kann, wird aus dem mittelfristigen Chartbild nicht ersichtlich (grüner Pfeil). Hier sehen wir lediglich, dass freie Bahn nach oben besteht.

Wie weit der  Index dann klettern könnte, müssen wir  anhand des langfristigen 10-Jahres-Charts des DAX-Index herausfinden:

DAX 261017 10J

DAX-Chart 10 Jahre (Wochen-Balken)

Bei positivem Szenario bis Jahresende 14.000 Punkte drin

Im 10-Jahres-Chartbild bleibt der langfristige Trend (dunkelblauer Trendkanal) übergeordnet und völlig intakt.

Die obere Begrenzung rückt nun mehr und mehr in den Fokus; sie liegt bei etwa 14.000 Punkten zum Jahresende.

Dieses Potenzial erschließt sich dem DAX-Index, wenn die in der Kurzfrist- und Mittelfrist-Analyse gemachten Aussagen für ein positives Szenario eintreffen.

Bei negativem Szenario bis Jahresende 12.500 Punkte möglich

Der grüne Trendkanal stellt den mittelfristigen Aufwärtstrend seit Mitte vergangenen Jahres dar.

Dieser recht steile mittelfristige Aufwärtstrend wurde in den vergangenen Wochen an seiner unteren Begrenzung auf die Probe gestellt.

Mit dem jüngsten Anstieg ist dieser Test tatsächlich gelungen.

Sollte es dem DAX-Index aber nicht gelingen, das alte Hoch signifikant herauszunehmen, dann besteht die Gefahr eines erneuten Tests der unteren Begrenzungs-Linie.

Das bedeutet im Klartext: Bei Bruch der 12.925 nach uten besteht Abwärts-Potenzial bis 12.500 Punkte zum Jahresende.

Fazit

Es wird darauf ankommen, ob die aktuell seit 4 Wochen laufende Schiebezone nach oben oder nach unten aufgelöst wird.

Die Ziele sind klar: oben 14.000 und unten 12.500 bis zum Jahresende.

Die Risiko-Betrachtung:

Der Index sollte zwischenzeitlich nicht unter die 12.325er-Marke fallen. Dann würde eine Neubewertung stattfinden und die Trends sich umkehren.

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Von: Michael Sturm. Über den Autor

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