August 2020: Auf diese Aktien setzt Top-Value-Investor Warren Buffett

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Warren Buffett: Investmentguru profitiert von Apple-Kursrally. Das Orakel von Omaha hat über 40% seiner Vermögenswerte in dem Smartphone-Giganten stecken (Foto: pio3 / shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen die derzeit drei größten Aktien-Positionen aus dem Portfolio des Top-Value-Investors Warren Buffett vorstellen.

Mit einem geschätzten Privatvermögen von über 70 Milliarden US-Dollar ist er der drittreichste Mensch der Welt. Nahezu sein gesamtes Vermögen ist in dem von ihm aufgebauten und geleiteten Investment-Unternehmen Berkshire Hathaway angelegt, dessen größter Aktionär er selber ist. Aktuell hält er immer noch knapp 19 % der Gesellschaftsanteile, obwohl er seit 2006 kontinuierlich Aktien für Spenden verkauft. Ohne diese Spenden hielte er knapp 31 % und wäre mit 108,8 Milliarden US-Dollar mit Abstand der reichste Mensch der Welt.

Buffett gilt als einer der besten Anleger weltweit. Sein Spitzname „Das Orakel von Omaha“ verdankt er seinem wertorientierten, äußerst erfolgreichen und langfristig ausgerichteten Investmentstil. Im den vergangenen 35 Jahren konnte Buffett für seine Anleger einen Gewinn von 18,6% pro Jahr einfahren. Der S&P 500-Index konnte im gleichen Zeitraum um lediglich 10,9% pro Jahr zulegen.

Seine aktuell drei größten Beteiligungen sind folgende:

Apple:

Größte Position mit einer Portfolio-Gewichtung von inzwischen 44% ist weiterhin die Apple-Aktie. Auch wenn Buffett die Position im vergangenen Quartal nicht verändert hat ist die Gewichtung durch den Kursanstieg von 60% seit dem Jahreswechsel nochmals deutlich gestiegen. Mittlerweile liegt der Börsenwert bei beeindruckenden 2,1 Billionen Dollar. Aktuell hält Buffett ein Aktienpaket im Wert von fast 90 Milliarden Dollar an dem Unternehmen. Das entspricht 5,73% aller ausstehenden Aktien des Unternehmens. Seine ersten Apple-Aktien kaufte das Orakel aus Omaha übrigens im ersten Quartal 2016. Bislang war der Kauf für Buffett ein ausgesprochen gutes Investment. Auf seinen durchschnittlichen Einstiegskurs liegt er derzeit bereits 220% im Gewinn.

Die letzten Geschäftszahlen waren stark: Der Umsatz von Apple stieg im dritten Quartal (bis 27. Juni) um 11% auf 59,69 Milliarden Dollar. Das war deutlich mehr als die Analysten mit 52,25 Milliarden Dollar erwartet hatten. Ebenfalls deutlich über den Experten-Schätzungen von 2,04 Dollar lag der Gewinn je Aktie mit 2,58 Dollar. Besonders überraschend war, dass es nicht die Services-Umsätze im Apple-Store oder anderen Digital-Services von Apple waren, die für deutlich mehr Umsatz als erwartet sorgten – sondern die iPhone-Umsätze. Diese fielen mit 26,42 Milliarden Dollar wesentlich höher aus als von Analysten mit 22,37 Milliarden Dollar erwartet. Unterdessen zogen die Services-Umsätze um knapp 15% an.

Bank of America:

Zweitgrößte Position mit einer Portfolio-Gewichtung von 10,8% ist die amerikanische Großbank Bank of America. Derzeit hält Buffett Aktienpaket im Wert von rund 22 Milliarden Dollar an dem Finanzkonzern. Im zurückliegenden Quartal hat die Investorenlegende die Position unverändert gelassen. Mit einer Beteiligung von 10,68% an dem Unternehmen gehört Buffett zu den größten Einzelaktionären.

Die Bank of America ist eines der führenden Bank-Holding-Unternehmen in den USA. Insgesamt versorgt die Bank of America Kunden in rund 4.400 Filialen mit klassischen Bankdienstleistungen und Beratungen. Des Weiteren betreibt das Kreditinstitut rund 16.000 Bankautomaten in allen US-Bundesstaaten und dem District of Columbia. Neben den USA ist die Bank of America in über 35 weiteren Ländern rund um den Globus präsent.

Coca Cola:

Drittgrößte Position mit einer Portfolio-Gewichtung von 8,8% ist mit der Aktie von Coca Cola der weltweit führende Softdrinkhersteller. Derzeit hält Buffett ein Aktienpaket im Wert von gut 17,8 Milliarden Dollar an dem Unternehmen. Das entspricht 9,31% aller ausstehenden Aktien des Konzerns. Im vergangenen Quartal hat Buffett die Position unverändert gelassen.

Derzeit sorgt die Coronavirus-Pandemie für deutliche Bremsspuren bei dem Getränkeriesen. Von April bis Juni gingen die Umsätze um 28,5% auf 7,15 Milliarden Dollar zurück. Im Juni betrug das Absatzminus noch zehn Prozent. Im Juli liegt der Rückgang bisher nur noch im mittleren einstelligen Prozentbereich. Unter dem Strich musste Coca-Cola einen Gewinneinbruch hinnehmen. Der Quartalsüberschuss ging um fast ein Drittel auf 1,78 Milliarden Dollar zurück. Der bereinigte Gewinn je Aktie sank auf 0,41 Dollar. Wegen der Unsicherheiten über den Fortgang der Pandemie wagt der Vorstand keine detaillierte Jahresprognose.

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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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