Aumann: Hohes Wachstum dank E-Mobilität

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Spezialmaschinenbauer Aumann mit starkem Wachstum dank E-Mobilität. Wann zieht der Aktienkurs spürbar an? (Foto: guteksk7 / shutterstock.com)

Vor einigen Tagen hat der im SDax gelistete Spezialmaschinenbauer Aumann seine Bücher geöffnet und vorläufige Zahlen für 2018 vorgelegt sowie einen Ausblick für das laufende Jahr gegeben.

Während die operative Entwicklung bei Aumann im vergangenen Jahr sehr erfreulich war (mehr dazu gleich), hat die Entwicklung des Aktienkurses deutlich weniger Spaß gemacht. Das ist meines Erachtens aber nur eine Momentaufnahme. Denn Aumann ist unter anderem im stark wachsenden E-Mobilitäts-Markt vertreten.

Konkret ist Aumann ein führender Hersteller von Spezialmaschinen und Fertigungslinien für Komponenten von elektrifizierten und klassischen Antriebssträngen. Darüber hinaus ist das Unternehmen gefragter Anlagenpartner der Branchen Luft- und Raumfahrt, Verbraucherelektronik und weiteren mehr.

Aumann legt beim Umsatz um satte 38% zu

Kommen wir nun zu den jüngsten Zahlen: Aumann erreichte nach vorläufigen Zahlen 2018 mit einem Wachstum von 38,2% einen Rekordumsatz von 290,8 Mio. Euro. Der Umsatz im Bereich E-Mobilität stieg auf 105,0 Mio. Euro, was einen Zuwachs von 72,7% gegenüber dem Vorjahr bedeutet.

Damit steigerte sich der Umsatzanteil des Segments E-Mobilität um 7,2 Prozentpunkte auf 36,1%. Der Gesamtumsatz lag im 4. Quartal 2018 mit 78,8 Mio. Euro um 12,6% über dem Vorjahresquartal. Bemerkenswert ist auch, dass Aumann mit 86,8 Mio. Euro im 4. Quartal den stärksten Auftragseingang des Jahres verzeichnete. In Summe lag der Auftragseingang 2018 bei 290,9 Mio. Euro.

Der Auftragseingang im Bereich E-Mobilität stieg 2018 auf 113,5 Mio. Euro, was einem Anteil von 39,0% entspricht. Erstmals wurde mehr als 20% des Auftragseinganges in Asien erzielt, was die stärkere Internationalisierung und Verbreiterung von Aumanns Kundenbasis widerspiegelt.

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Der bereinigte operative Gewinn (bereinigtes EBIT) wuchs mit 39,5% noch stärker als der Umsatz auf ein Rekordniveau von 29,3 Mio. Euro, was einer operativen Gewinnmarge (EBIT-Marge) von 10,1% entspricht.

Das bereinigte EBIT im Bereich E-Mobilität stieg um 111,9% (!) auf 14,2 Mio. Euro und steht mittlerweile für nahezu die Hälfte des gesamten EBIT. Die bereinigte EBIT-Marge im Bereich E-Mobilität lag auf Jahressicht mit 13,5% um 2,5 Prozentpunkte über dem Vorjahr.

Vorsichtiger Ausblick

Wachsende politische und wirtschaftliche Unwägbarkeiten, insbesondere in der Automobilindustrie, erschweren laut Aumann-Management eine präzise Prognose für das laufende Geschäftsjahr.

Vor diesem Hintergrund erwartet das Management für 2019 den Umsatz und das EBIT im Vergleich zum Vorjahr leicht zu steigern. Im klassischen Bereich wird ein Abflachen der Wachstumskurve erwartet.

Die ungebrochene Dynamik im Bereich E-Mobilität wird diese Entwicklung jedoch überkompensieren. In den nächsten 5 Jahren plant Aumann daher mit durchschnittlich deutlich zweistelligen Wachstumsraten.

Wenn dieser Plan aufgeht, sollte die Aumann-Aktie früher oder später wieder die alten Höchststände bei rund 90 Euro erreichen können.


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Tobias Schöneich
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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