Aurelius ist hervorragend aufgestellt

Aurelius führt ein Portfolio aus 25 Tochtergesellschaften, die stark in ihrer Nische und oft Marktführer sind. (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

Nach vielen Jahren niedriger Zinsen schwimmen die Kapitalmärkte in Geld, das nach gewinnbringenden Anlagen sucht.

Das Ergebnis: Viele Private- Equity-Firmen wissen nicht mehr, wohin mit dem Geld. Auch Aurelius muss immer wieder gute Übernahmekandidaten finden, um das Geschäftsmodell aufrechtzuerhalten und um für Sie hervorragende Renditen erwirtschaften zu können. Für Aurelius ist das kein Problem.

Aurelius versteht sein Geschäft

Aurelius ist hauptsächlich auf europäische Unternehmen fokussiert. Hier gibt es noch nicht so viel Private-Equity-Kapital wie in den USA, wo die Branche schon seit Jahrzehnten kräftig wächst. Zudem zahlt Aurelius eher wenig für die Übernahmen, da sie oftmals Unternehmen kauft, die so umfangreich saniert werden müssen, dass die Eigentümer froh sind sie loszuwerden, und nur wenig Geld dafür verlangen. Und: Aurelius gelingt es meistens, solche Unternehmen wieder profitabel zu machen.

Die jüngsten Rekordverkäufe von SECOP und Getronics haben gezeigt, wie diese Unternehmen unter Aurelius zu kräftigem Wachstum geführt wurden. Außerdem hat Aurelius keinen festen Zeithorizont für seine Investitionen. Damit ist Aurelius sowohl beim Kauf- als auch Verkaufszeitpunkt flexibler als die meisten Private- Equity-Firmen und kann die Zyklen der Branche besser umgehen. Last but not least ist Aurelius noch vergleichsweise klein, sodass keine gewaltigen Mittel investiert werden müssen und Aurelius somit mehr Auswahl bei den potenziellen Übernahmekandidaten hat.

Mit Aurelius werden Gestrauchelte wieder flott

Aktuell zählen 25 Tochtergesellschaften zum Unternehmen. Dazu gehören Traditionsmarken wie Scholl und Cargrill ebenso wie die großen Industrieunternehmen HanseGroup und Office Depot. Die Akquisition von Unternehmen erfolgt nach strengen Investitionskriterien, unterliegt aber keinem Branchenfokus.

Bei der Identifikation geeigneter Akquisitionsziele kann sich Aurelius auf ein breites Netzwerk von Entscheidungsträgern aus Konzernen sowie M&A-Beratern und Investmentbanken stützen. Aus München und London werden die Tochterunternehmen von Aurelius gesteuert. Künftig will der auf Sanierungsfälle spezialisierte Finanzinvestor Unternehmen mit einem Umsatzvolumen von 30 bis 500 Mio. € kaufen.

Zukauf erfolgreich abgeschlossen

Anfang September wurde die Übernahme der Einzelhandelskette Silvan von der dänischen Stark Group erfolgreich abgeschlossen. Silvan mit Sitz in Aarhus, Dänemark, ist die führende „Do-It-Yourself”-Einzelhandelskette (DIY) in Dänemark und erzielte 2016 mit rund 1.400 Mitarbeitern rund 220 Mio. € Umsatz. Silvan will auch in Zukunft vom wachsenden DIY-Markt in Dänemark profitieren und sein Online- Geschäft weiter auszubauen. Silvan ist bereits die fünfte Akquisition in 2017.

Operatives Ergebnis verfünffacht

Aurelius hat in den ersten 9 Monaten den Umsatz um 46% auf 3,13 Mrd. € gesteigert. Das operative Ergebnis (EBITDA) wurde auf 575,1 Mio. € nahezu verfünffacht. Neben den positiven Ergebnisbeiträgen aus den Rekordverkäufen der Konzerntöchter Secop und Getronics sind hierin Erträge aus der Auflösung negativer Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung (bargain purchase) enthalten.

Diese entfallen zu großen Teilen auf den Kauf des europäischen Geschäfts des US-Konzerns Office Depot. Zudem trugen hierzu der Erwerb von AH Industries und der dänischen Einzelhandelskette Silvan bei.

Aurelius lässt Sie am Geschäftserfolg teilhaben

Den Mix aus Value-, Small-Cap- und Dividendenkriterien erfüllt Aurelius bravourös. Nach meinen Berechnungen komme ich auf eine jährliche Kursrendite von 18%. Neben dem rentablen Geschäftsmodell überzeugt mich auch die attraktive Dividendenpolitik. Aurelius erwartet 2017 erneut ein Rekordjahr und will die Aktionäre überdurchschnittlich am Geschäftserfolg beteiligen.

Für das Geschäftsjahr 2017 erwarte ich eine Dividende in Höhe von 3,50 € je Aktie. Auf dem aktuellen Kursniveau entspricht dies einer Dividendenrendite von 6,25%. Zudem werden über das laufende Aktienrückkaufprogramm Anteilscheine im Wert von 40 Mio. € zurückgekauft.

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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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