Ausblick: Machtspiele um eine Goldwährung

Vor allem China und Russland treiben hinter den Kulissen die Pläne für eine Goldwährung voran. Das soll Stabilität bringen – wird aber in der Krise nicht helfen. (Foto: Africa Studio / shutterstock.com)

Während Ihnen Gold derzeit nach dem Preiseinbruch in den Medien eher als „Leidthema“ präsentiert wird, ist dieses in Asien – speziell China – ganz anders. China gilt heute als einer der größten Goldimporteure auf der Welt:

Nur in diesem Jahr soll China bis zu 1.000 Tonnen Gold importieren. Das gleiche gilt auch für Russland, das allein letztes Jahr 570 Tonnen Gold importierte.

Was sich zunächst harmlos anhört, sehe ich als Machtspiel: Beide Länder bereiten sich offenbar darauf vor, eine goldgedeckte Währung einzuführen. Sowohl in Moskau, als auch in Peking wurde solch ein Schritt schon mehrfach angekündigt.

Zwar hat China offiziell weniger als 4 Prozent der Goldreserven weltweit, doch ist das meiner Ansicht nach nicht die Wahrheit. Offiziell soll es nur etwa 150.000 Tonnen Gold auf der ganzen Welt geben die bisher gefördert wurden.

Doch ist bei diesen Berechnungen der Anteil geförderten Goldes aus Asien gar nicht berücksichtigt.

Seit Jahrtausenden jedoch leben die meisten Menschen weltweit in Asien – also ist anzunehmen, dass dort auch am meisten Gold über Jahrtausende gefördert wurde – Gold das heute offiziell gar nicht deklariert wird.

Goldexperten wie der Journalist Frank Krüger haben genau das in vielen Jahren recherchiert und er sagte mir auch am Telefon, dass der Goldbestand weltweit mindestens drei bis viermal so hoch sein muss, wie offiziell zugegeben wird.

Ich gehe deshalb davon aus, dass China und auch Russland über enorme geheime Goldreserven verfügen. Das ist ein Machtpotential das diese Länder ausspielen werden.

Bei diesem Goldproduzenten läuft es rundPretium Resources kann die Produktion planmäßig steigern. Das wird nicht nur an der Börse honoriert. › mehr lesen

Goldwährung soll beim Crash vermeintliche Stabilität bieten

Wenn ein Finanzcrash – wie ich erwarte – den Westen erschüttert und sowohl der Euro als auch der US-Dollar kollabieren, dann könnte diese beiden Länder mit einer goldgedeckten Währung davon profitieren, indem sie damit eine scheinbare „Stabilität“ im Crash vorgaukeln.

Vor allem mit ihrer Goldwährung können diese beiden nach wie vor kommunistischen Länder dann eine weltweite Machtpolitik betreiben.

Ich halte zwar nichts von einer Goldwährung, aber kaum ein anderes Währungssystem ist so gut zum Machtmissbrauch geeignet wie dieses.

Wer bei einer Goldwährung das meiste Gold besitzt kann über die Manipulation des zur Verfügung gestellten Goldes die ganze Weltwirtschaft beherrschen.

Das ist eine komplett unterschätzte Gefahr, die bei der Betrachtung des Themas Goldwährung in der Öffentlichkeit derzeit überhaupt keine Rolle spielt.

Sie sehen: Edelmetalle sind auch weiterhin nicht so langweilig, wie das derzeit propagiert wird.

Deshalb sollten Sie sich unbedingt vor allem mit Gold und Silber gegen einen Währungskollaps absichern, denn so können Sie der kommenden Krise gelassen entgegen sehen.


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.