Autodesk im Aufwind

Vor wenigen Tagen hat die Hannover Messe ihre Pforten geöffnet. Der amerikanische Präsident Obama sorgte in diesem Jahr durch seine Anwesenheit für eine besondere Atmosphäre. Dabei besuchte er den Stand des US-amerikanischen Unternehmens Autodesk – auch für uns ein Grund, einmal hinter die Kulissen dieses Unternehmens zu blicken.

Unternehmensportrait

Autodesk zählt zu einem der weltweit führenden Anbieter von Software für Design, Planung, Konstruktion sowie Media und Entertainment. Die Software wird vor allem in den Branchen Architektur, Ingenieur- und Bauwesen, Mechanik und Maschinenbau (Fahrzeuge, Transportwesen, Fertigung), Netzbetreiber (Strom/Gas, Telekommunikation, Wasser, Abwasser) Medien und Entertainment (Film, Spiele, TV) eingesetzt.

Auch im Bereich Medizin ist der Konzern, der seinen Hauptsitz in San Rafael, USA hat, inzwischen erfolgreich. Durch seine Tätigkeit können künftig Beinprothesen deutlich günstiger hergestellt werden als bislang.

Seit der Einführung der Software AutoCAD im Jahre 1982 entwickelte Autodesk bis heute mit einem Produktportfolio von 150 Produkten das breiteste Angebot an Lösungen zur Erstellung von digitalen Modellen. Zu den Kunden gehören alleine hierzulande die führenden Autobauer, doch auch BASF und Bayer sowie beispielsweise auch Siemens und RWE sind Abnehmer.

Zahlen fielen solide aus

Dass sich der Konzern im Aufwind befindet, machen die letzten Quartalszahlen, die allerdings bereits im Februar veröffentlicht wurden, deutlich. Auch wenn die Anleger zunächst enttäuscht waren, können sich die Ergebnisse sehen lassen: So stiegen die Gesamteinnahmen um 15 %, während der Umsatz mit 648 Mio. US-Dollar lediglich in der Region des vergleichbaren Vorjahresergebnisses lag.

Rückenwind bekam der Konzern in der vergangenen Woche durch eine Übernahme: Der CAD-Spezialist hat den Rendering-Spezialisten Solid Angle übernommen. Die in Madrid ansässige Solid Angle gilt als Spezialist für 3D-Animationen und visuelle Effekte. Das Unternehmen ist der Entwickler des Ray-Tracing-Renderer Arnold, der ermöglicht, dass hochqualitative 3D-Animationen und visuelle Effekte in Filmen zu sehen sind.

Charttechnik spricht für weiteren Kursanstieg

Und noch etwas spricht für die Aktie – neben dem gesunden Produktmix: Die Charttechnik. Nach den Zahlen gab es zwar einen deutlichen Preisrückgang der Aktie bis in die Nähe der 40 US-Dollar. Doch anschließend setzte eine rasante Aufwärtsbewegung ein – und es wird inzwischen Kurs auf die Widerstandslinie aus 2015 genommen. Diese liegt bei rund 65 US-Dollar. Es ist davon auszugehen, dass – nach dem Überspringen dieser Hürde – die Richtung weiter nach oben ausgerichtet ist.

Ich sehe jedenfalls gute Chancen für eine Fortsetzung der Erfolgsgeschichte. Weiteres Wachstumspotenzial ist gleich in mehreren Geschäftsbereichen vorhanden. Und wie innovativ Autodesk ist, belegt der Besuch des amerikanischen Präsidenten am Stand des Unternehmens.

27. April 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

Regelmäßig Informationen über Marktanalysen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Sascha Mohaupt. Über 344.000 Leser können nicht irren.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt