Autodesk: Softwarekonzern schlägt Analystenschätzungen – Aktie setzt Aufwärtsbewegung weiter fort

infineon

Autodesk: Spezialist für Bausoftware mit bärenstarken Quartalszahlen. Anleger feiern die Ergebnisse und schieben Aktie auf neues Allzeithoch (Foto: spainter_vfx/Shutterstock)

Deutlich aufwärts ging es zuletzt mit der Aktie des Bausoftwarespezialisten Autodesk. Nach den vorgelegten Geschäftsergebnissen für das dritte Quartal schnellte der Kurs um beinahe 5% in die Höhe. Seit dem Jahreswechsel notieren die Papiere inzwischen 48% im Plus und haben damit das höchste Kursniveau seit dem Börsengang im Jahr 1985 erreicht.

Autodesk – der Weltmarktführer für Bausoftware

Bevor ich auf das aktuelle Zahlenwerk der Firma eingehe, möchte ich Ihnen Autodesk erst einmal näher vorstellen. Die in San Rafael (Kalifornien) ansässige Autodesk ist mit der gleichnamigen Computer-Aided Design Software international bekannt geworden. Mit Hilfe der Software lassen sich via Computer Gebäude planen, visualisieren, konstruieren und errichten. Neben CAD-Software für Architekten und Bauunternehmen entwickelt Autodesk zunehmend auch 3D-Software für Animationen und Effekte. Das Unternehmen vertreibt zudem Software für Endverbraucher über das Internet.

Kunden von Autodesk sind insbesondere Architekten, Ingenieurbüros und Bauunternehmen. Darüber hinaus nutzen auch die Unterhaltungs- und Medienindustrie sowie Endverbraucher die Autodesk-Produkte.

Umstellung des Geschäftsmodells macht sich bezahlt

Autodesk hat sein Geschäftsmodell seit dem Januar 2016 umgestellt. Vorher gab es ein Lizenzmodell, im Rahmen dessen für Softwareprodukte eine einmalige Gebühr kassiert wurde. Jetzt gibt es quasi nur noch ein Abo-Modell. Kunden zahlen eine Art Miete, die monatlich kassiert wird. Das spart den Kunden zunächst hohe Einmalzahlungen für die Lizenz, aber langfristig müssen die Kunden mehr bezahlen. Entsprechend drückte die Umstellung bei Autodesk erst einmal auf die Geschäftsentwicklung, sollte sich aber in den kommenden Jahren deutlich positiv bemerkbar machen.

Zweistelliges Wachstum im dritten Quartal

Im gerade abgelaufenen dritten Quartal konnte der Softwarekonzern abermals mit robusten Zuwächsen glänzen. Der Umsatz kletterte um 13% auf 952,4 Millionen Dollar nach oben. Auf Basis konstanter Wechselkurse hätte der Zuwachs sogar bei 14% gelegen. Damit wurden die Analystenschätzungen nochmals um 9,85 Millionen Dollar übertroffen. Besonders beeindruckend: Auf Grund des Abo-Geschäftsmodells waren 97% der Gesamtumsätze wiederkehrender Natur.

Dabei konnten alle Geschäftsbereiche (Architecture, Engineering and Construction; AutoCAD und AutoCAD LT; Manufacturing; Media and Entertainment) ein Wachstum vorweisen.

Deutliche Verbesserung der Gewinnmarge

Auch die Gewinnentwicklung konnte sich absolut sehen lassen: Das operative Ergebnis kletterte um 51% auf 168 Millionen Dollar in die Höhe. Damit verbesserte sich die operative Gewinnmarge um 5 Prozentpunkte auf 18%. Am Ende stand ein Nettogewinn von 132,2 Millionen Dollar respektive 0,59 Dollar je Aktie in den Büchern. Für Sie zum Vergleich: Im Vorjahreszeitraum waren es „lediglich“ 66,7 Millionen Dollar oder 0,30 Dollar je Aktie gewesen. Die Analysten waren im Vorfeld der Zahlen nur von einem Gewinn von 0,47 Dollar je Aktie ausgegangen.

Management zuversichtlich für weiteren Jahresverlauf

Für den restlichen Jahresverlauf zeigt sich Firmenboss Andrew Anagnost ebenfalls zuversichtlich und stimmt die Anleger auf weiteres Wachstum ein: Für das Schlussquartal erwartet der CAD-Softwareanbieter einen Umsatz zwischen 999 Millionen und 1,01 Milliarden Dollar. Das Ergebnis je Aktie (US-GAAP) soll sich in einer Bandbreite zwischen 0,53 und 0,59 US-Dollar bewegen. Für das Gesamtjahr ergibt sich damit ein Umsatz zwischen 3,75 bis 3,765 Milliarden Dollar, was einem Wachstum von 15% entspricht. Parallel dazu soll der Gewinn je Aktie zwischen 1,86 und 1,92 Dollar liegen.

Aktienkurse – Jirapong Manustrong – shutterstock_573121573

Warum die Erfolgsaktie Autodesk derzeit Schwäche zeigtTrotz guter Zahlen geriet auch die erfolgsverwöhnte Autodesk-Aktie zuletzt unter Druck. Die Schwäche dürfte aber nicht lange anhalten.  › mehr lesen


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Alle_Sujets_Portrait_1-31_WEB_Muehlhoff
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter von Richard Mühlhoff. Herausgeber: GeVestor Verlag | VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG. Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

Hinweis zum Datenschutz