Autoliv: Automobil-Spezialist will bei Roboter-Autos mitmischen

Kaum ein Tag vergeht, an dem es keine Nachrichten zur Zukunft der Roboter-Autos gibt – und das vollkommen zu Recht.

Denn die Branche rüstet sich für einen radikalen Umbruch und die Rivalität mit neuen Wettbewerbern.

Immer mehr Firmen wollen von den rosigen Perspektiven der selbstfahrenden Autos profitieren.

Laut einer Studie der Research-Firma IHS werden bis zum Jahr 2035 etwa 21 Mio. autonome Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs sein.

Für Sie zum Vergleich: Für das Jahr 2025 werden rund 600.000 Roboter-Autos weltweit erwartet. Das entspricht einem beeindruckenden Wachstums-Plus von 43% pro Jahr.

Kein Wunder also, dass sich sowohl die traditionellen Fahrzeug-Hersteller ebenso in Stellung bringen wie die aufstrebenden Software-Konzerne.

Eine der Firmen, die in der Zukunft ein erhebliches Wörtchen mitreden könnte, ist der schwedisch-amerikanische Autoliv-Konzern.

Autoliv – Konzern mit Historie

Autoliv ist ein wahrer Traditions-Konzern und kann auf eine 69-jährige Firmengeschichte zurückblicken.

Dabei entstand die heutige Autoliv im Jahr 1997 durch die Fusion des führenden europäischen Herstellers für Insassen-Schutzsysteme Autoliv AB mit Morton ASP (Automotive Safety Products), einem Airbag-Hersteller in Nordamerika und Asien.

Seither firmiert das Unternehmen in den Vereinigten Staaten mit Unternehmenssitz in Stockholm.

Alles rund um die Sicherheit im Auto

Mit dieser Fusion wurde Autoliv zu einem der größten System-Anbieter für automobile Insassen-Schutzsysteme.

Heute entwickelt, produziert und vertreibt der Konzern automobile Sicherheits-Systeme für alle namhaften Automobil-Hersteller weltweit.

Produziert werden hier Insassen-Schutzsysteme produziert, wie z. B.:

  • Sicherheitsgurte,
  • Front-, Seiten- und Knie-Airbags,
  • Sitzsysteme mit Anti-Schleudertrauma-Funktion,
  • und integrierte Kindersitze.

Außerdem fertigt man bei Autoliv:

  • Sicherheitsel-Ektroniken und Sensoren,
  • Lenkräder,
  • Systeme für den Fußgängerschutz,
  • Fahrer-Assistenz-Systeme (z. B. Nachtsicht-System und Spurwechsel-Assistent)
  • sowie Sicherheits-Systeme zur Unfall-Vermeidung (z. B. Kamera- und Radar-Sensoren).

Der Konzern besitzt auf allen 5 Kontinenten Niederlassungen und Joint Ventures sowie Entwicklungs- und Versuchs-Einrichtungen.

Strammes Wachstum und stabile Gewinnmargen

Die Geschäfts-Entwicklung der letzten Jahre kann sich dabei durchaus sehen lassen:

  • Seit 2001 kletterten die Umsätze von 655 Mio. Dollar auf zuletzt 1,84 Mrd. Dollar.
  • Im Gegenzug verbesserten sich die Gewinne immerhin um 850% auf 457 Mio. Dollar im vergangenen Geschäftsjahr – das entspricht einer Gewinnmarge von 4,98%.
  • Seit 2012 bewegt sich die Gewinnspanne damit in einem engen Band zwischen 4,98% und 5,84%.
  • Besonders beeindruckend ist die Profitabilität, wenn Sie bedenken, wie viel Geld Autoliv in die hauseigene Forschungs-Abteilung pumpt; alleine im letzten Jahr flossen 524 Mio. Dollar – und damit über 28% der Erlöse – wieder in die Entwicklung von neuen Produkten.

Kooperation mit Volvo soll Roboter-Autos auf die Straße bringen

Auch im Bereich autonome Fahrzeuge hat sich Autoliv positioniert; in einer Allianz mit dem Auto-Hersteller Volvo wollen die beiden Firmen Software zur Steuerung von Roboter-Autos auf den Markt bringen.

Der schwedische Hersteller Volvo, der inzwischen zum chinesischen Konzern Geely gehört, arbeitet bereits seit einiger Zeit selbst an selbstfahrenden Autos und kündigte auch schon Straßentests mit 100 ausgewählten Einwohnern in Göteborg an.

In dem neuen Gemeinschafts-Unternehmen sollen bis zu 600 Mitarbeiter die Technologien beider Firmen zusammenlegen und daraus neue Systeme entwickeln.

Dass hierbei was Brauchbares herauskommen wird, ist sehr wahrscheinlich. Es gibt wohl wenige Konzerne, die bislang aktiver auf dem Markt für Auto-Sicherheit waren.

Als Erfinder des Dreipunkt-Sicherheitsgurtes hat sich auch Volvo in seiner Unternehmens-Geschichte immer wieder durch die Entwicklung wegweisender aktiver und passiver Sicherheits-Systeme ausgezeichnet.

27. Dezember 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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