Automobilhersteller: BMW und Daimler sind unsere Favoriten

BMW steht vor dem sechsten Rekordjahr in Folge.

Schon die Zahlen für das 1. Quartal lagen über den Erwartungen des Marktes. Der Umsatz wuchs um 14,7% und der Fahrzeugabsatz um 8,1% auf 526.669 Einheiten. Erfolgreichstes Modell war der X5, von dem BMW 40.242 Stück verkaufte.

In den USA legte der Absatz sogar um 12,6% zu. Dagegen hat sich das Wachstum in China auf 6,4% abgeschwächt. Dort verkauft BMW aber immer noch die meisten Autos.

Die operative Marge im Autogeschäft lag mit 9,5% auf Vorjahresniveau. Hohe Anlaufkosten für neue Modelle und hohe Investitionen in neue Antriebstechniken, um die Vorgaben zur Senkung des CO2-Ausstoßes zu erfüllen, verhinderten eine höhere Rentabilität.

Das Vorsteuerergebnis stieg um 5,1% auf 2,27 Mrd €, der Nettogewinn aber nur um 4% auf 1,51 Mrd €. Belastet haben Kosten zur Absicherung gegen Währungsschwankungen und Schwankungen bei den Rohstoffpreisen.

Die neuen Modelle kommen gut am Markt an

Weil die neuen und überarbeiteten Modelle besser bei den Kunden ankommen als erwartet und weil der schwache Euro für Rückenwind sorgt, hat der Konzern die Jahresprognose zum Teil angehoben.

Der Umsatz in der Auto-Sparte soll nicht mehr nur solide, sondern deutlich zulegen, was so viel bedeutet wie mindestens 10% Wachstum. Vorsteuerergebnis und Absatz sollen nach wie vor solide, also um 5 bis 10% steigen. Die operative Marge im Autogeschäft wird im Zielkorridor von 8 bis 10% erwartet.

Wir haben unsere Umsatz- und Gewinnprognose erhöht. Norbert Reithofer hat auf der Hauptversammlung den Chefposten an Harald Krüger übergeben und den Vorsitz im Aufsichtsrat übernommen.

Unternehmensporträt

Die BMW Group gehört mit ihren Marken BMW, Mini und Rolls Royce zu den weltweit führenden Herstellern von Pkw des gehobenen Preissegments. Motorräder und Finanzdienstleistungen runden die Produktpalette ab.

Der Konzern betreibt 28 Produktionsstätten in 13 Ländern sowie ein globales Vertriebsnetzwerk mit Vertretungen in über 150 Ländern.

Daimler hatte einen exzellenten Jahresstart

Effizienzprogramme und Modelloffensive zahlen sich aus. Auch der schwache Euro sorgte für Rückenwind. Der Umsatz stieg um 16,2%, das operative Ergebnis um 41% auf 2,93 Mrd €, und der Gewinn hat sich auf 2 Mrd € fast verdoppelt.

Daimler verkaufte 641.600 Pkws und Nutzfahrzeuge. Das sind 13% mehr als im Vorjahr. Auch finanziell ist Daimler solide aufgestellt. Seit Jahresbeginn hat sich die Nettoliquidität um 20% auf 20,5 Mrd € erhöht. In der Pkw-Sparte wuchs der Absatz sogar um 18% auf 459.700 Einheiten.

In allen wichtigen Märkten (Deutschland, USA, China, Japan) erzielte der Konzern zweistellige Zuwächse und gewann Marktanteile. Die operative Marge verbesserte sich von 7,0 auf 9,2%. Damit ist Daimler seinem Ziel von 10% ein ganzes Stück näher gerückt. Geholfen hat vor allem die starke Nachfrage nach der neuen C-Klasse.

Zudem konnte der Konzern höhere Preise durchsetzen. Aber auch die Sparten Lkw und Kleintransporter haben ihre Margen gesteigert. Lediglich die Bus-Sparte konnte wegen der konjunkturell angespannten Lage in Brasilien die Rentabilität des Vorjahres nicht erreichen.

Prognosen erhöht

Für das Gesamtjahr hat das Management deutliche Steigerungen bei Umsatz, Absatz und operativem Ergebnis in Aussicht gestellt. „Deutlich“ bedeutet mindestens 10%. Impulse werden von der laufenden Produktoffensive ausgehen. Daimler wird dieses Jahr noch vier neue Modelle auf den Markt bringen, darunter zwei SUVs und das GLE Coupé.

Langfristig bietet vor allem China noch reichlich Potenzial, auch wenn sich das Wachstum abschwächt.

Unternehmensporträt

Daimler ist ein weltweit führender Hersteller von Premium-Personenwagen und bei Nutzfahrzeugen weltweit die Nummer 1. Geschäftsfelder sind Mercedes-Benz Cars, Daimler Trucks, Daimler Financial Services sowie Vans und Busse.

29. Mai 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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