Autozulieferer Bertrandt und Grammer bleiben auf Wachstumskurs

In einem anspruchsvollen Marktumfeld steigerte Bertrandt in den ersten 9 Monaten den Umsatz um 7,3% auf 728 Mio. €.

Das operative Ergebnis und der Gewinn nach Steuern befanden sich auf dem hohen Niveau des Vorjahres.

Um sich für aktuelle und zukünftige technologische Anforderungen erfolgreich aufzustellen, setzte Bertrandt seine Investitions-Tätigkeit fort.

Das Volumen erhöhte sich von 54,9 auf 63,1 Mio. €. Die Anzahl der Beschäftigten nahm um 610 auf 12.669 zu.

Alternative Antriebe sowie vernetztes und automatisiertes Fahren prägen die Entwicklung in der Automobil-Industrie

So investieren allein die deutschen Hersteller pro Jahr über 30 Mrd. € in Forschung und Entwicklung, wie beispielsweise in Elektromobilität und Digitalisierung.

Hierbei erfährt der elektrifizierte Antriebsstrang aufgrund der Diskussionen um die Messung von Emissionswerten und eine mögliche Anpassung der Messmethodik derzeit eine große Aufmerksamkeit.

Ein weiterer herausfordernder Trend ist Industrie 4.0, mit der sich Bertrandt in der Energie-, Medizin- und Elektrotechnik sowie im Maschinen- und Anlagenbau beschäftigt.

Und auch in der Luftfahrt-Branche ist das Unternehmen aktiv, z. B. in der Kabinen-Entwicklung.

In Summe betrachtet ein anspruchsvolles Marktumfeld, in dem Bertrandt seine Chancen nutzen möchte, um das Unternehmen weiterzuentwickeln.

Das spiegelt sich auch in den bereits getätigten Investitionen in Infrastruktur und technischen Anlagen in den Technologiezentren wider.

Unternehmens-Porträt

Bertrandt bietet als Ingenieur-Dienstleister für Fahrzeug- und Verkehrs-Systeme der internationalen Autoindustrie umfassende und innovative Entwicklungs-Lösungen in den Bereichen Karosserie, Innenraum, Fahrwerk, Motor und Aggregate bis hin zur Serienanlauf-Betreuung an.

Hierdurch werden die Entwicklungs-Zeiten der Autoproduzenten erheblich verkürzt. Porsche ist mit einer Sperrminorität (25% + 1 Aktie) an Bertrandt beteiligt.

Die erfolgreiche Entwicklung von Grammer hat auch im 3. Quartal angehalten

In den ersten 9 Monaten stieg der Umsatz um 19,8% auf 1,27 Mrd. €.

Der Anstieg liegt vorwiegend an dem Wachstum der Sparte Automotive. Der Umsatz legte um knapp 30% zu – bei deutlich verbesserter Profitabilität.

Der erfreuliche Geschäftsverlauf ist auf Serien-Anläufe in allen Regionen, der positiven Entwicklung der Kunden vor allem im Premium-Bereich sowie auf die erstmalige Einbeziehung der ehemaligen REUM-Gruppe zurückzuführen.

In der Sparte Seating sind die Marktbedingungen in Brasilien, China und den USA teilweise herausfordernd. Trotzdem konnte Grammer in diesem Segment den Umsatz um 5% auf 360,6 Mio. € steigern.

Der erneute Markteinbruch in Brasilien sowie die anhaltend niedrige Nachfrage von Landmaschinen in den USA konnten durch Zuwächse in den Regionen Europa und Asien mehr als kompensiert werden.

Das operative Ergebnis (EBIT) verdoppelte sich nahezu auf 47,6 Mio. €. Diese erfreuliche Entwicklung basiert insbesondere auf der Kosten- und Prozess-Optimierung.

Gewinn und Marge wurden verbessert

Entsprechend stieg die EBIT-Marge von 2,9 auf 3,9%. Unterm Strich verbesserte sich der Gewinn ebenfalls sehr deutlich von 16,7 auf 25,6 Mio. €.

Die Investitionen lagen über dem Vorjahres-Niveau und dienen im Wesentlichen dem Ausbau sowie der Optimierung der Geschäfts-Tätigkeiten in allen Regionen weltweit.

Ein weiterer Grund für die höhere Investitions-Tätigkeit war die Einbeziehung der ehemaligen REUM-Gruppe. Grammer sieht die weitere Entwicklung positiv und erwartet für 2016 beim Umsatz 1,66 Mrd. €.

Unternehmens-Porträt

Das Unternehmen gehört zu den weltweit führenden Herstellern von Pkw-Innenausstattungen (Kopfstützen, Armlehnen, Kindersitze).

Der 2. Geschäftsbereich umfasst Sitze und Sitzsysteme für die Verkehrs-Industrie (Fahrersitze für Bahn, Bus, LKW, Bau- und Landmaschinen; Passagiersitze für Bahn und Bus).

5. Dezember 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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