Avalon Rare Metals: Gute Seltene Erden Chance

China Mauer – shutterstock_439146580 aphotostory

Nach dem jüngsten Kursrutsch ist Avalon Rare so günstig wie seit einem Jahr nicht mehr (Foto: aphotostory / Shutterstock.com)

Liebe Leser,
bei den Seltenen Erden ist das Angebot am Aktienmarkt sehr groß. In den vergangenen beiden Jahren sind viele neue Aktien vor allem an den Börsen in Nordamerika aufgetaucht. Das große Problem dabei: Viele Unternehmen, die jetzt erst ein Projekt entdecken, werden noch auf Jahre hinaus mit der weiteren Exploration beschäftigt sein.
Bis zu Produktionsbeginn kann es sogar sein, dass bis zu zehn Jahre vergehen. Dann ist der Engpass bei vielen Seltenen Erden sicherlich überwunden. Daher ist es eben nicht nur wichtig, dass die Vorkommen der Seltenen Erden außerhalb von China liegen. Zusätzlich ist es auch noch sehr entscheidend, dass die Vorkommen auf Sicht von maximal vier Jahren tatsächlich in Produktion gebracht werden können.
Die beiden Kriterien erfüllt Avalon Rare Metals. Laut der internen Planung ist im Jahr 2015 mit dem Start der Produktion beim Nechalacho Projekt zu rechnen. Zwar befindet sich das Projekt in einer abgelegenen Gegend in den North West Territories in Kanada, aber dieses Manko ist durch einen größeren Finanzbedarf abzudecken.
Sehr viel entscheidender ist der hohe Anteil an schweren Seltenen Erden, den dieses Projekt aufweist. Laut der aktuellen Schätzungen sind es beim Nechalacho Projekt 22,20%. Dabei ragen die Werte für Dysprosium und Yttrrium weit über die Vergleichswerte anderer Vorkommen hinaus. Grundsätzlich bringen es Projekte wie Mountain Pass in Kalifornien, das von Molycorp im kommenden Jahr wieder in die Produktion gebracht werden wird, nur auf einen Anteil an schweren Seltenen Erden von 0,4%. Beim Mount Weld Projekt von Lynas sind es auch nur knapp 2%.
Im aktuellen Zustand kann Avalon Rare Metals die Früchte der Arbeit ernten. CEO Don Bubar hat schon auf Seltene Erden gesetzt, als der Markt nichts von dem Thema hören wollte. Das bringt nun einen großen Vorteil für sein Unternehmen.
Deutliche Unterbewertung zur Konkurrenz 
Allein seit 2005 sind auf dem Projektgelände rund 30 Mio. CAD investiert worden. Daraus entstanden auch 59.000m Bohrprogramme in 266 Löchern. Aktuell ist eine 46 Mio. Dollar teure bankfähige Machbarkeitsstudie in Arbeit, die im kommenden Jahr vorgelegt werden wird. Allerdings gibt es vor dem Produktionsbeginn noch einige Hürden zu überwinden. Der gesamte Kapitalbedarf liegt für Avalon Rare Metals zwischen 1,0 und 1,2 Mrd. Dollar in den nächsten vier Jahren.
Da das Vorkommen teilweise unterhalb eines Sees liegt, wird es eine Untertagemine geben, die aber relativ einfach betrieben werden kann. Das Gestein kann über eine Rampe gefördert werden. Es sind keine aufwändigen Förderschächte nötig.
Die Größe und die Qualität der Ressource von Avalon Rare Metals spiegelt sich noch nicht im Aktienkurs wider. Eine Tonne an Seltenen Erden Ressource wird an der Börse bei Avalon Rare Metals aktuell mit rund 155 Dollar bewertet. Beim australischen Unternehmen Arafura, die eine deutlich kleinere Ressource aufweisen, liegt der Vergleichswert bei 476 Dollar pro Tonne.
Komplett aus dem gängigen Bewertungsmuster fallen da die beiden Projekte, die jedoch auch am weitesten fortgeschritten sind: Beim Mount Welt Projekt von Lynas Corp in Australien ergibt sich ein Wert pro Tonne von annähernd 3.500 Dollar. Bei Molycorp sind es sogar 3.820 Dollar.
An diesem Vergleich sehen Sie, dass es bei Avalon Rare Metals noch weiteres Potenzial gibt.
Erfolgreiche Investments
wünscht Ihnen
Heiko Böhmer
Redaktion „Rohstoff-Giganten“

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Heiko Böhmer
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.