Axel Springer: Erfolgreicher Umbau eröffnet Kurs-Potenzial

Erfahren Sie hier, warum die Axel Springer SE längst mehr als ein Verlagshaus ist und welches Potenzial in dem Unternehmen noch schlummert: (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

Wenn Sie an das Unternehmen Axel Springer denken, denken Sie wahrscheinlich in 1. Linie an die „Bild“-Zeitung.

Doch der Springer-Konzern ist inzwischen weit mehr als ein Verlagshaus.

Zwar besitzt der 1946 von Verleger-Legende Axel Springer gegründete Medien-Konzern auch heute noch die bekannten Zeitungen „Bild“ und die „Welt“.

Doch die meisten anderen Druck-Erzeugnisse (Printprodukte) wurden abgestoßen. Gleichzeitig wurde das Digital-Geschäft (Internet-Geschäftsmodelle) sehr erfolgreich ausgebaut.

Anteil des Digital-Geschäfts wird immer größer

Das Ergebnis: Im 1. Halbjahr 2017 stammten bereits 71% der Umsätze und 77% des Gewinns aus dem Digital-Geschäft.

Der erfolgreiche Umbau erklärt auch, warum Springer wächst, während viele alte Konkurrenten schwächeln.

Das Wachstum zeigt sich auch in den jüngsten Zahlen und daran, dass der Springer-Konzern seine eigenen Prognosen für das laufende Geschäftsjahr angehoben hat.

Im 1. Halbjahr 2017 steigerte das Unternehmen den Umsatz um 6,9% von 1,585 auf 1,695 Mrd. €.

Der bereinigte Überschuss kletterte überproportional zum Umsatz um 15,8% von 146 auf 169 Mio. €.

Nach dem erfolgreichen Jahresstart hat der Springer-Konzern, wie schon geschrieben, die eigene Jahres-Prognose nach oben angepasst.

Wert des Beteiligungs-Portfolios steigt

Nicht nur der Umsatz und Gewinn steigen beim Medien-Konzern, sondern auch der Wert des Beteiligungs-Portfolios.

Springer hält Beteiligungen an rund 200 Internet-Firmen weltweit.

Der Konzern investiert einerseits direkt in aufstrebende Online-Geschäftsmodelle und andererseits erhält er Firmen-Anteile im Tausch gegen kostenfreie Werbeplätze in den Springer-Medien.

Dadurch konnte sich Springer u. a. an den beiden „heißesten“ Börsen-Kandidaten beteiligen, die aktuell auf dem Markt sind.

Dabei handelt es sich zum einen um AirBnB (Zimmervermietung) und zum anderen um den Fahrdienstleister Uber.

An beiden Unternehmen hält Springer zwar nur Anteile von unter 1%.

Doch wenn Uber und AirBnB in die Fußstapfen von erfolgreichen Internet-Firmen wie Facebook, Google oder Amazon treten, winken dem Springer-Konzern trotz vergleichsweise kleiner Beteiligung riesige Gewinne nach einem erfolgreichen Börsengang.

Fazit

Aus meiner Sicht ist der dividendenstarke MDax-Konzern derzeit zu Unrecht kaum im Fokus von Analysten und Anlegern.

Spätestens wenn Springer im Zuge eines möglichen Börsengangs von Uber oder AirBnB einen großen Extra-Gewinn einfährt, sollte sich das aber ändern.

Ein solches Ereignis könnte zu einer positiven Neubewertung der Springer-Aktie führen.

Zudem gibt es noch einen „Joker“:

Springer könnte seine eigene Tochtergesellschaft Awin AG (ein Spezialist für Online-Werbevermarktung) an die Börse bringen und so den Wert der eigenen Beteiligungen aufdecken.

Unter dem Strich handelt es sich bei Axel Springer meines Erachtens um einen spannenden deutschen Nebenwert mit einer Kombination aus Dividenden- und Wachstumsstärke.

Und der ist definitiv einen Blick wert!

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Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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Herausgeber: GeVestor Verlag | VNR Verlag für die deutsche Wirtschaft AG
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