Bärenmarkt beendet: Große Minenkonzerne investieren wieder in Wachstum

Über viele Jahre haben die großen Minen-Konzerne kräftig auf die Kostenbremse getreten und einen besonderen Wert auf die Bilanzlage gelegt.

Das war im Hinblick auf den harten Bärenmarkt im Rohstoff-Sektor (2013 – 2015), die niedrigen Rohstoff-Preise und die unsicheren Aussichten auch absolut notwendig.

In den letzten 12 Monaten mehren sich die Anzeichen, dass der nächste große Aufwärtstrend in der zyklischen Rohstoff-Branche kräftig an Fahrt gewinnt.

Die meisten Metallpreise haben sich ebenfalls deutlich von den Tiefständen gelöst und befinden sich seit einer guten Zeit wieder in einem Aufwärtstrend.

Das gilt in diesen Tagen v. a. für die wichtigen Industriemetalle wie Eisenerz, Aluminium, Kupfer oder Zink.

Branchen-Größen stoßen neue Expansions-Phase an

Nun schüren auch die Branchen-Giganten wieder größere Hoffnungen und stellen einige Investitionen in neue Wachstums-Projekte in Aussicht.

Rohstoff-Riese BHP, der weltgrößte Minen-Konzern, plant z. B. seine gigantische Olympic Dam Mine in Australien in den nächsten Jahren kräftig zu erweitern.

In diesem Minen-Betrieb fördert BHP primär Kupfer, als Beiprodukte fallen Uran, Silber und Gold an. Parallel visiert man einen Ausbau der Nickel-Förderung in Westaustralien an.

Darüber hinaus steht das Unternehmen in Verhandlungen, um eine Expansion in der großen Kupfermine Spence im Norden von Chile auf den Weg zu bringen.

Rio Tinto, der zweitgrößte Minen-Konzern der Welt, gab grünes Licht für die nächste Expansions-Phase in der Mongolei.

Dort betreibt dessen Tochtergesellschaft Turquoise Hill das Oyu Tolgoi Minen-Projekt. Die dortige Mine enthält eine der größten Kupfer-Gold-Lagerstätten der Welt.

Daneben sieht sich Rio Tinto auch in anderen Rohstoff-Segmenten nach Wachstums-Chancen um.

So plant der traditionsreiche Minen-Konzern z. B. mit der Entwicklung des größten Lithium-Projekts in Europa, um vom globalen Boom in der Elektromobilitäts-Branche zu profitieren.

Auch in der 2. Reihe wird auf den nächsten Wachstums-Zyklus gesetzt

Bei anderen großen Rohstoff-Produzenten sieht es ähnlich aus:

  • So fährt die brasilianische Vale gerade eine gigantische Eisenerz-Mine in Brasilien hoch.
  • Der chilenische Kupfer-Riese Codelco plant zum 1. Mal in der Historie Wachstums-Projekte außerhalb von Südamerika anzustoßen.
  • Glencore schaut sich derweil aktiv nach Expansions-Möglichkeiten in der Kupfer-, Zink- und Kobalt-Branche um.

Auch im Goldminen-Sektor begeben sich diverse Konzerne, die über eine starke Bilanz und ein attraktives Projekt-Portfolio verfügen, langsam aber sicher wieder auf den Wachstumspfad:

Der kanadische Branchen-Primus Agnico Eagle Mines hat z. B. den Weg für den Bau von 2 neuen Goldminen im Norden von Kanada gelegt.

Goldcorp erweitert seine große Peñasquito-Goldmine in Mexiko und visiert schon den Aufbau einer neuen großen Goldmine im kanadischen Yukon an, während man noch mit der Anlaufphase der neuen Éléonore-Goldmine in Quebec beschäftigt ist.

Neue Investitionen werden dringend benötigt

Diese Aktivitäten und ambitionierten Pläne zeigen Ihnen auf, dass die Rohstoff-Produzenten wieder mit Zuversicht und Überzeugung in die Zukunft blicken.

Nach jahrelangen Restriktionen und Sparmaßnahmen sind die neuen Investitions-Programme im Minen-Sektor von großer Bedeutung und Notwendigkeit.

Schließlich ist diese Branche ganz besonders von Investitionen abhängig, um die zukünftige Rohstoff-Versorgung der Welt zu gewährleisten.


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16. August 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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