Bambus als Alternative zum Holz

Der wachsende Holzbedarf in China weckt das Interesse an alternativen Lösungen. Eine mögliche Alternative zum Holz könnte der Anbau von […] (Foto: aphotostory / Shutterstock.com)

Der wachsende Holzbedarf in China weckt das Interesse an alternativen Lösungen. Eine mögliche Alternative zum Holz könnte der Anbau von Bambus sein, denn Bambus stellt eine nachwachsende Ressource dar, die in hervorragender Weise die Bedürfnisse von jungen, stark wachsenden Volkswirtschaften wie China befriedigt. Deshalb verwundert es nicht, dass die Regierung in Beijing die Bambusproduktion auf verschiedene Art und Weise fördert und ganz im Gegensatz zu den strengen Bestimmungen, die derzeit den Holzmarkt kennzeichnen, laufen die Bambusernte und der Handel mit diesem Rohstoff in China weitgehend unbeschränkt.

International ging der Waldbestand allein in den fünf Jahren zwischen 2000 und 2005 um rund 7,3 Mio. Hektar zurück. Ganz anders ist die Situation beim Bambus, denn Bambus ist auf dem Vormarsch und auch in China stiegen die Bambusressourcen von rund 3,8 Mio. Hektar im Jahr 1993 auf rund 4,2 Mio. Hektar im Jahr 2003. Dieser Trend fand in den vergangenen Jahren seine Fortsetzung. Für die Zeit zwischen 2005 und 2015 wird erwartet, dass rund 4 Mio. Hektar neu mit Bambus bepflanzt oder geerntete Felder wieder mit Bambus bepflanzt werden.

China ist eines der größten Anbauländer für Bambus und hat seine Produktion in den letzten Jahren sehr stark ausgeweitet um der steigenden Nachfrage nach Holz mit einer nachhaltigen Alternative begegnen zu können. Wie stark die Produktionsausweitung in den letzten beiden Jahrzehnten war zeigt ein Vergleich der Produktionszahlen von 1990 mit jenen von 2006. Im Jahr 1990 lag die Produktion nur bei 187 Mio. Stämmen. Bis zum Jahr 2006 stieg die Ernte von Bambus bereits auf 1,3 Mrd. Stämme an und seitdem sind weitere Zuwächse zu verzeichnen gewesen.

Was macht Bambus so attraktiv?

Im Vergleich mit dem Wachstum von Holz ist Bambus ein regelrechter Sprinter. Bambus ist weltweit eine der am schnellsten wachsenden Pflanzen. Dieses Faktum macht Bambus zu einem hochregenerativen Rohstoff. Der so genannte Msos-Bamboo, eine besonders schnell wachsende Bambusart, kann innerhalb von 24 Stunden um bis zu 120 cm wachsen.

Es gibt weit mehr als 200 verschiedene Bambusarten und –sorten mit höchst unterschiedlichen Eigenschaften. Das Spektrum reicht von 30 cm hohen Bodendeckern, den borstig wachsenden Fargesien (Gartenbambus), bis hin zu Riesengräsern, die Höhen von bis zu 12 Meter erreichen.

Beim Holz dauert es im Schnitt etwa 60 Jahre bis ein Laubbaum gefällt und anschließend neu gepflanzt werden kann. Beim Bambus hingegen sind für die Zeit zwischen Pflanzung und Ernte nur etwa drei bis fünf Jahre erforderlich.

Dank dieses besonders schnellen Wachstums kann jährlich rund ein Viertel des Bestandes geerntet werden, ohne dass mit dieser hohen Einschlagsquote die Entwicklung von Bambus nachhaltig geschädigt würde. Damit wird Bambus zu einer idealen Alternative zum langsam wachsenden Holz.


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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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