Bankenkrise droht: Aktien brechen massiv ein

Derzeit können Sie an der Aktienbörse einen massiven Kursrückgang v. a. bei Bankaktien beobachten.

So hat etwa die Deutsche Bank allein in der letzten Woche an einem Handelstag über 11% und die Commerzbank 10% an Wert verloren.

Beide Banken büßten allein dieses Jahr schon deutlich über 30% ihres Wertes ein.

Aktien der Schweizer Bank Credit Suisse sanken sogar auf den tiefsten Stand seit 25 Jahren. Das Gleiche gilt inzwischen auch für die Deutsche Bank.

Darum sieht es derzeit so düster aus

Hintergrund sind wachsende Sorgen über Kredit-Ausfälle bei den Banken, was sich auch an den steigenden Prämien für Kreditausfall-Versicherungen (CDS) ablesen lässt.

Mit 540 Basis-Punkten stiegen diese Prämien beispielsweise für die Deutsche Bank jetzt auf das Doppelte im Vergleich zum Jahresanfang an.

Die Bank sah sich jetzt sogar dazu gezwungen, ausdrücklich ihre Zahlungs-Fähigkeit für die Zinsen der von ihr ausgegebenen Anleihen zu garantieren.

Zudem hat der Vorstand bekanntgegeben, dass er eigene Anleihen zurückkaufen wird.

Das größte deutsche Geldhaus gab ein Kaufangebot für Euro-Anleihen mit einem Volumen von 3 Mrd. € und Dollar-Anleihen in Höhe von 2 Mrd. Dollar ab.

Damit soll bewiesen werden, dass die Bank nach wie vor über ausreichend Liquidität verfügt.

Lehman Brothers Bank als mahnendes Beispiel – die Lage ist ernst

Doch auch die Lehman-Brothers Bank garantierte kurz vor ihrem Konkurs 2008 die Zahlungs-Fähigkeit. Daran sehen Sie, dass es für die Banken immer enger wird.

Kommt es jetzt noch – wie von mir erwartet – zu externen Schlägen gegen das Finanzsystem, wie z. B. zu einer Fortsetzung des China-Crashs, stehen wir schnell erneut vor einer dramatischen Banken-Krise wie im Jahr 2008.

Diesmal könnte es sogar noch dicker kommen

Ob es dann allerdings auch diesmal gelingt, die Krise durch den massiven Einsatz von Steuergeldern zu bekämpfen, wage ich zu bezweifeln.

Die seither weiter angehäuften Schulden engen den Spielraum der Staaten so stark ein, dass es ihnen nicht mehr möglich ist, den Banken in ähnlicher Weise unter die Arme zu greifen.

Selbst dann wird dies nicht möglich sein, wenn es sich um sogenannte systemrelevante Banken handelt.

Was Sie jetzt tun können

Für Sie heißt das, dass Sie Ihr bei Banken angelegtes Geld auf verschiedene Institute verteilen sollten, um das Risiko einer Banken-Pleite zu minimieren.

Ich rate dazu, bei keiner Bank mehr als 50.000 € Vermögen als direkte Geldanlage anzulegen.

17. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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