Bankzinsen und das Renditewunder: Zinswucher bei Krediten

Zinsen sind für Banken ein Renditewunder

Wer aktuell wie empfohlen in Immobilien investiert, kann sich diesen Zugang zu günstigsten Zinsen sichern. Auf den ersten Blick allerdings sind die Zinsen günstiger als in der Realität. Denn: Zinsen gibt es auch für Investoren, die den Banken das spätere Kreditgeld zur Verfügung stellen. Ein Renditewunder für die Banken.

Dies können Sie einfach mit kalkulieren. Wenn Sie heute einen Sparbrief mit dreimonatiger Kündigungsfrist vereinbaren, erhalten Sie Zinsen in Höhe von gerade einmal 0,63%. Dies ist der aktuelle Durchschnittswert, den wir ermittelt haben. Wenn Sie dagegen das Geld für vier Jahre festlegen, erhalten Sie 2,7%. Mehr ist im Durchschnitt nicht drin.

Daher ergibt sich für Banken – sicher auch für Ihre Bank – ein kleines Renditewunder. Wollen Sie einen regulären Ratenkredit vereinbaren, Laufzeit typischerweise fünf Jahre, zahlen Sie für dasselbe Geld einen Zinssatz in Höhe von derzeit 7,3% – im Durchschnitt.

Rechnung belegt: fast 180% Gewinn

Damit bringt alleine der Ratenkredit der Bank einen Rendite- und Zinsunterschied in Höhe von 4,7%-Punkten. Dies ist auf den ersten Blick bereits viel. Auf den zweiten Blick weitet sich das Renditewunder noch aus.

4,7%-Punkte bezogen auf die zu zahlenden 2,7% Zins entsprechen einem kalkulatorischen Gewinn (Brutto) von annähernd 180%. Banken können zwar nicht jeden Cent, der auf dem Konto eingezahlt wird, weiter verleihen, aber: sie können einen Großteil weiterreichen.

Auch dies kostet wieder Geld, so dass der Bruttogewinn durch Vertriebs- und Verwaltungskosten noch schmilzt. Dreistellige Renditen aber sind drin. Dies gilt erst recht bei Dispositionskrediten. Auch wenn die genehmigt sind, steigt die Rendite raketenartig nach oben.

Dispositionskredite: Renditequelle Nummer eins

Zur Zeit zahlen Sie für einen Dispositionskredit einen Zinssatz in Höhe von 11,3% – im Durchschnitt. Ist der nicht genehmigt, sondern nur eine „geduldete“ Überziehung, steigen die Bankensätze schnell auf 15% bis 17%. Dagegen steht die Investition in den Sparbrief für 4 Jahre: 2,7%. Dispositionskredite, selbst die geduldeten, sind damit ein Renditehebel.

Im Durchschnitt beträgt der Hebel aktuell – brutto – „4“. Wie hoch auch immer die internen Kosten sind, klar wird: das Kreditgeschäft ist eine Goldgrube für Banken. Eine Goldgrube, die kaum Risiken beinhaltet. Die meisten Kredite werden zurückgezahlt.

GeVestor.de meint: Besonders Anlageberater, die Investitionen auf Kredit verkaufen wollen, lehnen Sie mit diesem Ansinnen am besten ab. Der Renditehebel kann doppelt nach hinten losgehen. Sie zahlen zu viel, zudem würden Verluste voll zu Ihren Lasten gehen.

Sie profitieren von dieser Konstruktion allerdings, wenn Sie Aktien von Geschäftsbanken kaufen. Die Deutsche Bank bietet sich weiterhin trotz aller US-Gerichtsskandal an. So haben Sie an den Bankzinsen und dem Renditewunder – Bertolt Brecht hätte von „Zinswucher“ gesprochen – teil.


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24. Mai 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

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