Barrick Gold: Es läuft rund beim großen Goldproduzenten

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Barrick Gold bietet 2019 bisher einen klaren gewinnheben auf den Goldpreis: in 12 Monaten hat die Aktie um 90% zugelegt. (Foto: optimarc / Shutterstock.com)

Goldminenaktien sind das Investment der Stunde. Das möchte ich Ihnen heute am Beispiel von Barrick Gold zeigen. Eine Info gleich schon mal vorweg: Die Aktie hat auf Jahressicht um 90 % zugelegt. Beim Goldpreis, der sich auch in der Zeit auch sehr gut entwickelt hat, ging es nur um 26 % nach oben. Allein hieran erkennen sie schon, welche Dynamik Minenaktien aufweisen, wenn es am Markt gut läuft.

Dabei sind Sie gar nicht darauf angewiesen, auf kleine extrem risikoreiche Werte aus dem Gold-Bereich zu setzen. Es genügt auf die großen Player zu setzen, die ihnen in Phasen von steigenden Goldpreisen auch einen echten Gewinnhebel liefern.

Fakt ist: Barrick Gold hat im laufenden Jahr schon sehr viel erreicht. Zum einen wurde die Übernahme von Randgold Resources erfolgreich über die Bühne gebracht und die ist seit 1. Januar 2019 abgeschlossen. Zudem läuft seit dem 1. Juli 2019 ein Joint-Venture mit Newmont Mining und dabei stehen die Aktivitäten der Unternehmen in Nevada im Fokus.

Diese Zusammenarbeit soll laut Angaben des Managements von Barrick Gold jährliche Vorsteuereinsparungen von bis zu 500 Mio. USD bringen. So soll sich die Reservenbasis bei Barrick Gold und auch die Schätzungen zur Laufzeit der verschiedenen Minen verbessern.

Besonders spannend wird es jetzt bei den Zahlen zum dritten Quartal, die dann im Oktober vorgestellt werden. Bei diesen Bilanzdaten wird Barrick Gold auch einen Ausblick auf die kommenden fünf Jahre veröffentlichen. Solche langfristigen Prognosen sind gerade bei Rohstoffunternehmen extrem wichtig.

Barrick Gold wird schon bald 5-Jahres-Prognose vorlegen

Da sich die Reservenbasis bei den Minen stetig verändert sind große Minenwerte darauf angewiesen, ständig neue Reserven zu erschließen. Und hier wird es spannend sein zu sehen, wie das Unternehmen die eigene Entwicklung auf Sicht der nächsten fünf Jahre auch bei den Reserven einschätzt.

Was jetzt schon klar ist: Bei den Produktionskosten wird es weiter nach unten gehen. Das gilt sowohl für die reinen Produktionskosten als auch für die Gesamtkosten der Produktion beim Gold. Dabei scheint es tatsächlich so zu sein, dass die im laufenden Jahr anfallenden Kosten am oberen Ende liegen.

So erwarten jetzt etliche Analysten Gesamtkosten der Produktion von 885 USD pro Unze, die dann im kommenden Jahr schon wieder auf 850 USD sinken sollen und im Jahr 2021 nur noch die Marke von rund 820 USD erreichen sollen.

Das heißt aber auch: Nach der extrem guten Performance bei der Aktie in den vergangenen Monaten wird die Luft jetzt dünner. Weitere kurzfristige deutliche Kurszuwächse wird es nur geben, wenn der Goldpreis ausgehend von der Marke von jetzt 1500 USD noch deutlich weiter zulegen sollte. Ansonsten ist eher mit einer Seitwärtsbewegung in den kommenden Monaten zu rechnen.

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Heiko Böhmer
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