BASF: Lohnt sich der Einstieg beim Chemieriesen?

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Das weltweit führende Chemieunternehmen gehört auch zu deutschen Dividenden-Dauerläufern. BASF schüttet seit 1953 ununterbrochen Dividenden aus und gehört beim Dividendenwachstum der vergangenen 5 Jahre mit 120% zu den Spitzenreitern unter den Dauer-Zahlern. (Foto: 360b / shutterstock.com)

Das weltweit führende Chemieunternehmen gehört auch zu deutschen Dividenden-Dauerläufern. BASF schüttet seit 1953 ununterbrochen Dividenden aus und gehört beim Dividendenwachstum der vergangenen 5 Jahre mit 120% zu den Spitzenreitern unter den Dauer-Zahlern.

Nach Turbulenzen zeigt sich BASF zuletzt wieder in einer guten Verfassung.

Umsatz übertrifft Erwartungen

In einem weiterhin volatilen und herausfordernden Marktumfeld erreichte die BASF im Geschäftsjahr 2017 einen Umsatz von 64 Mrd. €, das waren 12% mehr als im Vorjahr. Zu dem Anstieg trugen vor allem die Segmente Functional Materials & Solutions und Chemicals bei, die ihren Umsatz um 11% bzw. 27% steigerten. Für 2018 rechnet BASF mit einem leichten Umsatzwachstum, vor allem durch höheren Absatz.

Operatives Ergebnis deutlich gestiegen

Das operative Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen erreichte 8,3 Mrd. € und lag damit 32% über dem Vorjahreswert. Der Ergebnisanstieg resultiert insbesondere aus dem im Vergleich zum Vorjahr kräftig gesteigerten Ergebnis des Segments Chemicals. Hierfür waren höhere Mengen und Margen in den Bereichen Monomers, Petrochemicals und Intermediates ausschlaggebend.

Auch die signifikanten Ergebnisverbesserungen im Segment Oil & Gas sowie bei Sonstige trugen zu dem deutlich höheren EBIT bei. Das EBIT vor Sondereinflüssen von Performance Products sowie von Functional Materials & Solutions lag unter den jeweiligen Werten des Vorjahres. Maßgeblich hierfür sind vor allem gestiegene Rohstoffpreise, die nicht vollständig über die Verkaufspreise weitergegeben werden konnten, sowie höhere Fixkosten durch das Anfahren neuer Anlagen. Das Segment Agricultural Solutions erreichte aufgrund eines kräftigen Ergebnisanstiegs im 4. Quartal annähernd das Niveau des EBITs von 2016.

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BASF setzt auf Wachstum in Asien

BASF setzt sich in Asien-Pazifik bei der Umsetzung der weltweiten “We create chemistry”-Strategie ehrgeizige Ziele. Um bis 2020 mit Kunden in der Region einen Umsatz von 25 Mrd. € zu erzielen, plant BASF im Rahmen ihrer Asien-Pazifik-Strategie Investitionen in Höhe von 10 Mrd. €, die Schaffung von rund 9.000 neuen Arbeitsplätzen und jährliche Einsparungen von 1 Mrd. €.

Bis 2020 will BASF rund 75% ihrer Produkte, die in Asien-Pazifik verkauft werden, vor Ort herstellen. Auf diese Weise soll die Zusammenarbeit und die Lieferantenposition gegenüber Kunden aus der Region gestärkt werden. Zugleich trägt die regionale Produktion zur effizienteren Nutzung von Ressourcen bei.

Anspruchsvolle Dividendenpolitik

Die BASF steht zu ihrer Dividendenpolitik und will der Hauptversammlung eine Dividende von 3,10 € pro Aktie vorschlagen. Dies entspricht einer Steigerung um 3,4% gegenüber dem Vorjahr. Auf Basis des aktuellen Kurses bietet die BASF-Aktie wieder eine hohe Dividendenrendite von 3,6%.

Damit bleibt die BASF ihrer anspruchsvollen Dividendenpolitik treu, die Dividende jedes Jahr zu erhöhen oder zumindest auf dem Niveau des jeweiligen Vorjahres zu halten.


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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.