BASF mit Milliarden-Einkauf + Kommt die Leitzins-Anhebung jetzt schon?

Die Börse ist geschockt; festgefroren bewegt sie sich kein bisschen – schon klingt der heutige, extrem ereignisarme Tag ein wenig spannender, stimmt’s!?

Während die Börse aber heute insgesamt einen Tag im Leerlauf fährt, sorgen dagegen BASF und der Gouverneur der Bank of England für Schlagzeilen:

BASF mit Milliarden-Investition

Das Kunststoff-Geschäft soll angekurbelt werden. Dazu plant BASF offenbar für 1,6 Mrd. € einen Teil von Solvay abzukaufen.

Das soll neues Lebens in Polyamid-Geschäft bringen. Abgeschlossen wird der Deal laut Plan im 3. Quartal 2018. Werfen wir dazu einen Blick auf die BASF-Aktie!

Wenn der DAX und andere große Indizes sich schon nicht bewegen, vielleicht haben die Anleger ja dafür beim Chemie-Konzern reagiert.

Um es kurz zu machen: Nein, auch hier hat sich wenig an den Kursen getan! Die Aktie notiert nahezu unverändert.

Deshalb habe ich den langfristigen Ausblick gewählt. Schauen wir uns den Wochen-Chart auf 2-Jahres-Sicht an:

chart1

Das Tief vom Winter 2016 hat die BASF-Aktie hinter sich gelassen.

Es folgte ein steiler Anstieg bis knapp unter 95 €. Daraufhin ging es wieder knapp 15 € zurück, denn auch die Trendlinie wurde gebrochen.

Diese kann sich jetzt als Widerstand entpuppen, wenn die Kurse noch einmal zulegen sollten. Aber das muss nicht negativ sein für Sie als Anleger.

Die Aktienpreise haben bis dahin noch etwas Luft nach oben. Richtig bullisch wird es natürlich, falls die Trendlinie durchbrochen werden sollte.

Dazu müsste BASF jetzt richtig schnell steigen und die Nachrichten über die Übernahme müssten die Kurse anheizen.

Aktuell notieren wir über der exponentiellen 50-Wochen-Line – ein gutes Zeichen, denn der Bruch unter die Linie wurde relativ schnell wieder gekontert.

BASF könnte somit auch in den nächsten Wochen und Monaten weiter steigen. Allerdings ist das Potential vorerst begrenzt:

Bei Werten unter 98 € befindet sich das Allzeithoch von 2015. Das könnte aber geknackt werden, wenn auch die Trendlinie wieder zurückerobert wird.

Vorsicht vor den Leitzinsen!

Die Stimmen werden lauter und das Thema häufiger angesprochen. Jetzt hat auch Mark Carney, der Gouverneur der Bank of England, seine Meinung in die Runde geworfen.

Laut seiner Aussage hält er eine Anhebung durchaus für möglich – Zeitfenster: in den nächsten Monaten.

Vielmehr ist er sogar der Ansicht, dass eine Leitzins-Anhebung nötig wird. Schuld sei demnach die Konjunktur. Wenn die Wirtschaft sich wie geplant entwickelt, werden die Zinsen steigen.

Letztlich hängt es aber wohl auch hier an der Inflationsrate – wobei Großbritannien durch den BrExit da noch ganz andere Probleme hat als die Euro-Zone…

Heute wurde nebenbei der ZEW-Konjunktur-Index veröffentlicht – mit überraschend starken Zahlen. Aber auch das hat die Anleger nicht zum Handeln bewegt.

Eine mögliche Erklärung: Morgen Abend wird die US-Notenbank FED sich zu ihrer Zins-Entscheidung äußern.

Mit großer Wahrscheinlichkeit wird es deshalb erst wieder am Donnerstag zu mehr Bewegung an der Börse kommen. Bis dahin warten die Anleger vorsichtig ab.

Auch wenn Sie nicht der Herde folgen sollten, in diesem Fall ist es durchaus sinnvoll. Außerdem verpassen Sie an den Märkten gerade sowieso nichts.

Wie betrifft die Zins-Entscheidung die Optionen?

Grundsätzlich sorgen Aussagen über eine Zins-Anhebung oder -Senkung immer für Trubel an der Börse. Doch dies hält nicht lange an.

Ihre Kontrakte sind davon in den meisten Fällen also nicht betroffen – eine Ausnahme gibt es allerdings:

Haben Sie auf eine steigende Volatilität gesetzt, könnte am Donnerstag oder in den Stunden nach der FED-Entscheidung ein guter Zeitpunkt sein, Ihre Kontrakte zu schließen.

Denn momentan läuft die Volatilität nach unten, was früher oder später meist zu einer Entladung führt. Ein FED-Meeting würde sich dafür anbieten.

Aber, ehrlich gesagt: Erwarten Sie nicht zu viel! Bei den Konferenzen der Notenbanken gab es in letzter Zeit wenig Material, mit dem wir als Spekulanten arbeiten konnten.

Deshalb handeln Sie lieber noch mit angezogener Handbremse! Die Börse wird schon wieder interessanter – ruhiger geht es ja fast gar nicht mehr.

Zusätzlich dazu steht Ende September auch noch das Spektakel in puncto US-Schuldengrenze an…


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19. September 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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