BASF und Energiekonzerne mit deutlichen Abschlägen

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Am Vortag der Fed-Zinsentscheidung herrschte erwartungsgemäß Zurückhaltung am Frankfurter Parkett. BASF verprellte die Anleger. (Foto: 360b / shutterstock.com)

Der Offenmarktausschuss berät über die weitere US-Geldpolitik, in Frankfurt gehen die Dax-Anleger daraufhin in Deckung. Am Dienstag ging der Leitindex in die Knie und schloss 1 Prozent niedriger bei 10.692 Zählern.

Kommt die Zinswende doch noch dieses Jahr?

Für Mittwoch werden die Ergebnisse der Fed-Sitzung erwartet. Die Anleger hoffen auf Hinweise zum Zeitplan für die lang vorbereitete Zinswende. Sollte die US-Notenbank noch im laufenden Jahr an der Zinsschraube drehen wollen, wäre heute der richtige Zeitpunkt, die Märkte darauf vorzubereiten, so die einhellige Einschätzung der Beobachter.

Die Konjunkturdaten waren in letzter Zeit wieder eher durchwachsen ausgefallen, weswegen nicht wenige mittlerweile davon ausgehen, dass die Fed die schrittweise Zinsanhebung auf das Frühjahr 2016 verschieben könnte.

Gewinnmitnahmen belasten RWE

Bei den Einzelwerten im Dax schafften lediglich Lufthansa und Spitzenreiter Vonovia leichte Aufschläge von 0,1 und 0,4 Prozent. Kaum verändert gingen Adidas und die Deutsche Bank aus dem Handel.

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Die rote Laterne ging an RWE mit einem Minus von 4,8 Prozent – einmal mehr machten Anleger schnelle Kasse, nachdem die Aktie am Vortag deutlich zugelegt hatte. Doch auf längere Positiv-Trends will man sich bei den Energieriesen nicht mehr verlassen. Wann immer es aufwärts geht, folgt bald der Kurssturz.

BASF enttäuscht mit Quartalsbilanz

Auch Konkurrent Eon zählte mit einem Abschlag von 4 Prozent zu den schwächsten Titeln im Dax. Zwischen den beiden Energieriesen platzierte sich BASF mit einem Verlust von 4,7 Prozent. Der Chemiekonzern hatte mit seinen Quartalszahlen die Analystenerwartungen verfehlt und außerdem das Jahresziel kassiert – keine guten Nachrichten aus Sicht der Anleger.

Volkswagen rutschte ebenfalls ab und verbilligte sich um 1,7 Prozent, BMW und Daimler kamen glimpflicher davon: Ihre Papiere gaben um 0,6 und 0,4 Prozent nach und lagen damit im Dax-Mittelfeld.


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David Gerginov
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.