Basler AG: Ist der Knoten jetzt endgültig geplatzt?

Ich habe an dieser Stelle bereits einige Male über die mittelständische Basler AG berichtet.

Nachdem die Basler-Aktie von November 2015 bis Oktober 2016 um über 50% (von knapp 40 auf gut 60 €) zugelegt hatte, stellte die 60-€-Marke einige Monate lang so etwas wie eine Deckelung nach oben dar.

Dieser Deckel ist jetzt weg und die Basler-Aktie befindet sich seit wenigen Wochen im Rally-Modus.

Warum die Aktie aktuell so zulegt und um was für ein Unternehmen es sich bei der Basler AG überhaupt handelt, erfahren Sie hier.

Geschichte der Basler AG im Überblick

Die Basler AG wurde im Jahr 1988 von Norbert Basler und Stephan Berendsen gegründet.

Norbert Basler ist bis heute Mehrheits-Eigentümer der Basler AG und hält mehr als 50% der Anteile. In den Jahren nach der Gründung entstanden im Ausland verschiedene Ableger.

Seit 1997 gibt es den Geschäftsbereich mit digitalen Kameras, der heute das wichtigste Geschäftsfeld des Unternehmens ist.

Seit dem Jahr 1999 ist die Basler AG börsennotiert. 1 Jahr nach dem Börsengang trat der Gründer Norbert Basler aus gesundheitlichen Gründen als Vorstands-Vorsitzender der Basler AG zurück.

Basler wechselte danach in den Aufsichtsrat des Konzerns und ist seit dem Jahr 2003 dessen Vorsitzender.

Die Nachfolge von Norbert Basler als Vorstands-Vorsitzender der Basler AG trat im Jahr 2000 Dr. Dietmar Ley an.

Die Produkt-Palette von Basler

Das Produkt-Portfolio umfasst mehr als 500 Produkte, die u. a. den Bereichen Verkehr und Transport, Sicherheit und Überwachung, Industrie und Produktion sowie dem medizinischen Bereich zuzuordnen sind.

Damit profitiert Basler gleich von mehreren großen Trends: Der Bereich Sicherheit und Überwachung beispielsweise spielt in den Industrie-Nationen eine immer größere Rolle.

Und das liegt nicht nur daran, dass wir leider in einer Zeit leben, in der die vom Terrorismus ausgehende Gefahr allgegenwärtig ist.

Warum die Basler-Aktie aktuell so durchstartet

Mitte Februar hat die Firma vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2016 vorgelegt und einen 1. Ausblick für das laufende Geschäftsjahr gegeben.

Sowohl die Zahlen als auch der Ausblick sind sehr positiv zu bewerten:

Basler steigerte den Umsatz im Geschäftsjahr 2016 um 14% auf 97,5 Mio. € und übertraf damit auch die zuvor prognostizierte Spanne von 94 – 96 Mio. €.

Der Auftrags-Eingang durchbrach erstmals in der Firmen-Historie die 100-Mio.-€-Marke und stieg auf 105,4 Mio. €. Gegenüber dem Vorjahreswert von 83 Mio. € bedeutet das ein Plus von 27%.

Der Vorsteuer-Gewinn stieg um 25% auf 9,1 Mio. €. Damit kletterte die Vorsteuer-Gewinnmarge von 10,7% im Vorjahr auf 11,7% in 2016.

Die zuvor kommunizierte Unternehmens-Prognose (die im vergangenen Jahr schon einmal angehoben wurde) traf die Basler AG damit am oberen Ende.

Zum laufenden Geschäftsjahr äußerte sich der Basler-Vorstand wie folgt: Das Unternehmen ist mit hohem Auftrags-Bestand und sehr gutem Auftrags-Eingang ins Jahr 2017 gestartet und damit weiter auf Wachstumskurs.

Aus meiner Sicht sind die sehr guten Zahlen und die positive Prognose ein wichtiger Grund dafür, dass die Basler-Aktie so deutlich zugelegt hat.

Ein anderer wichtiger Grund: Die Basler-Aktie markierte zuletzt den höchsten Stand seit Mitte 2000 und damit ist auch aus charttechnischer Sicht der Weg nach oben frei.

2. März 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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