Basler AG: Zahlen wie erwartet; Ausblick solide

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Die Basler AG liefert solide Zahlen und einen ebenfalls soliden Ausblick und verschenkt darüber hinaus Aktien. (Foto: Freedomz / shutterstock.com)

Heute möchte ich auf ein Unternehmen eingehen, das an der Börse in den vergangenen Jahren zumindest temporär auch für viel Furore gesorgt hat.

Die Rede ist von der Basler AG. Das Unternehmen hat in den zurückliegenden Tagen gleich mehrere spannende Nachrichten veröffentlicht, auf die ich gleich im Detail eingehen möchte. Zunächst aber ein paar Worte zum Unternehmen.

Die Basler AG wurde im Jahr 1988 von Norbert Basler und Stephan Berendsen gegründet.

Norbert Basler ist bis heute Mehrheits-Eigentümer der Basler AG und hält mehr als 50% der Anteile. In den Jahren nach der Gründung entstanden im Ausland verschiedene Ableger.

Seit 1997 gibt es den Geschäftsbereich mit digitalen Kameras, der heute das wichtigste Geschäftsfeld des Unternehmens ist.

Dieser Geschäftsbereich umfasst digitale Kameras für industrielle und medizinische Anwendungen sowie für Verkehrs-Kontrollsysteme. Seit dem Jahr 1999 ist die Basler AG börsennotiert. Ein Jahr nach dem Börsengang trat der Gründer Norbert Basler aus gesundheitlichen Gründen als Vorstands-Vorsitzender der Basler AG zurück. Er wechselte danach in den Aufsichtsrat des Unternehmens und ist seit dem Jahr 2003 dessen Vorsitzender.

Ausblick und Zahlen solide

Die Zahlen für das zurückliegende Jahr und der Ausblick für das laufende Jahr lassen sich meines Erachtens am besten mit dem Wort solide charakterisieren. In 2018 lag der Umsatz mit 150 Mio. Euro ziemlich genau auf dem hohen Vorjahresniveau.

Der Auftragseingang lag mit 154 Mio. Euro ebenfalls beinahe Punktgenau im Bereich des Vorjahreswerts. Beim Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erreichte Basler mit 36 Mio. Euro einen um 10% schwächeren Wert als noch 2017.

Der Vorsteuergewinn (EBT) ging um 18% auf 29,8 Mio. Euro zurück und der Nettogewinn verringerte sich um 21% auf 21,6 Mio. Euro. Der Gewinn je Aktie lag entsprechend bei 5,29 Euro nach 6,74 Euro im Jahr zuvor.

Für das laufende Jahr erwartet das Basler-Management einen Umsatz zwischen 160 und 180 Mio. Euro bei einer Vorsteuer-Gewinnmarge (EBT-Marge) von 7 bis 11%.

Basler verschenkt Aktien

Erst gestern haben Vorstand und Aufsichtsrat der Basler AG mitgeteilt, den Aktionären die Ausgabe von Gratisaktien im Verhältnis von 1:2 vorzuschlagen. Ziel ist es, den Handel mit Basler-Aktien langfristig weiter zu fördern und die Aktie für Anleger noch attraktiver zu machen, führt Finanzvorstand Hardy Mehl zu diesem Vorschlag aus.

Die neuen Aktien werden im Verhältnis 1:2 ausgegeben, so dass auf je eine alte Aktie zwei neue Aktien entfallen. Die neuen Aktien sind ab dem 1. Januar 2020 gewinnberechtigt.

Die Basler-Aktie hat von Februar 2017 bis Februar 2018 sehr rasant von knapp 60 auf über 220 Euro zugelegt. Die Leser meines Börsendienstes Mittelstands-Depot fuhren im Jahr 2017 mit der Basler-Aktie in nur 10 Monaten einen Gewinn von mehr als 200% ein.

In den vergangenen Monaten korrigierte die Aktie etwas und notiert aktuell bei etwa 150 Euro. Angesichts der jüngsten Zahlen und der kurzfristigen Perspektiven (Ausblick 2019) ist die Aktie meines Erachtens derzeit eher etwas für die Beobachtungsliste als ein Schnäppchen.

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Tobias Schöneich
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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