Basler-Aktie: Starke Zahlen katapultieren Industriekamera-Hersteller auf 17-Jahres-Hoch

Wie so oft im Leben, kann sich auch der Börse Geduld auszahlen; so auch bei der Aktie des Familien-Betrieb Basler, einem Hersteller von Industriekameras aus Ahrensburg.

Denn die erfreuliche Geschäfts-Entwicklung der vergangenen Jahre ging auch am Aktienkurs nicht spurlos vorüber.

Langfrist-Anleger können sich also freuen; immerhin 75% Kurs-Plus in den letzten 12 Monaten und mehr als 500% auf Sicht der zurückliegenden 5 Jahre sprechen eine deutliche Sprache.

Wenn es nach der Konzernführung geht, ist die Erfolgsgeschichte noch lange nicht vorbei.

Wie lange die hohe Dynamik aber anhält, ist momentan schwer abzusehen. Die gerade vorgelegten Zahlen zeigen jedenfalls, dass es aktuell noch kräftig brummt.

Weltweit führender Anbieter von Industriekameras

Basler ist ein führender Anbieter für digitale Industriekameras.

Die auf die Anwendungs-Bedürfnisse der Kunden zugeschnittenen Lösungen und Komponenten zur Qualitäts-Sicherung werden in einer Vielzahl von High-End- bis Entry Level-Produktions-Prozessen eingesetzt.

Das Portfolio umfasst digitale Kameras, welche in computerbasierte Sehsysteme eingebaut werden oder im Bereich der Video-Überwachung zu finden sind.

Konkrete Anwendungs-Beispiele sind u.a.:

  • die Oberflächen-Inspektion bei der Produktion von Kunststoffbahnen, Flachbildschirmen oder Wafern,
  • die optische Zeichen-Erkennung bei der Briefsortierung und Beleg-Lesung,
  • die Druckbild-Kontrolle in der Verpackungs-Industrie
  • oder die Reststoff-Sortierung.

Die Kunden-Basis ist diversifiziert: Kein Kunde hat einen Umsatz-Anteil von mehr als 10%. Etwa 35 – 40% des Vertriebs erfolgt direkt.

Hohe Wettbewerbs-Qualität

Nach Stückzahlen ist Basler der weltweit größte Anbieter auf dem fragmentierten und sich konsolidierenden Digitalkamera-Markt für B2B-Anwendungen.

Mit seinem hohen Know-how in der Vision Technology differenziert sich Basler vom Wettbewerb.

Immerhin hat der Konzern einen der größten Entwickler-Pools in der Branche und hat Kamerasoftware-Kompetenzen aufgebaut, die mehr als 50% der Wertschöpfung ausmachen.

Zahlen deutlich über der Firmen-Planung

Der jüngste Kurssprung der Aktie von 15% kam nicht von ungefähr, denn mit den gemeldeten Zahlen hat Basler die eigenen Erwartungen deutlich geschlagen.

Trotz angehobener Prognose hat Basler mit 97,5 Mio. € Jahres-Umsatz (+14,1% zum Vorjahr) positiv überrascht.

Damit wuchs Basler etwa 10% stärker als die deutsche Industrie für Bildverarbeitungs-Komponenten.

Somit hat das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut Marktanteils-Gewinne gewinnen können und seine Marktführerschaft ausgebaut.

Beim Vorsteuer-Ergebnis erzielte die Firma sogar ein Plus von 25% auf 11,4 Mio. €.

Damit wurde die Vorsteuer-Marge von 11 auf 12% verbessert. Unterm Strich blieb ein Gewinn je Aktie von 2,45 € hängen (Vorjahr: 1,94 €).

Starke Auftrags-Eingänge machen Mut

Nach starken Auftrags-Eingängen in den vergangenen Monaten – v. a. für Anwendungen der Fabrik-Automation in Asien, ist Basler optimistisch.

Immerhin haben sich die Auftrags-Eingänge im 1. Quartal auf mehr als 50 Mio. € verdoppelt. Für das laufende Jahr rechnet der Konzern jetzt mit einem Umsatz von 120 – 130 Mio. €.

Auf der Ergebnis-Seite soll abhängig von der Umsatz-Entwicklung eine Vorsteuer-Rendite von 13 – 15% erzielt werden.

Damit ist die aktuelle Aufwärts-Bewegung durch die fundamentale Entwicklung vorerst untermauert.

Sie sollten aber wissen, dass die längerfristige Planbarkeit der Geschäfte bei Basler begrenzt ist und die Erwartungen der Anleger mittlerweile gestiegen sind.

Sollte die Geschäfts-Dynamik nachlassen, wird auch die Aktie anfälliger für Korrektur-Bewegungen.

7. April 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

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