Bastei Lübbe: Aktie legt nach Zahlen deutlich zu

Lesen Sie jetzt, wie die aktuellen Zahlen von Bastei Lübbe ausgefallen sind und wie ich die Situation des Unternehmens einschätze. (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

Die in Köln ansässige mittelständische Mediengruppe Bastei Lübbe erlebte seit ihrem Börsengang im Jahr 2013 eine Berg- und Talfahrt. Vom Zeitpunkt des Börsengangs im Herbst 2013 bis Anfang 2016 pendelte der Kurs der Bastei-Lübbe-Aktie grob zwischen 7 und 8 Euro.

Dann folgte im Sommer des vergangenen Jahres der erste große Absturz von rund 8 auf unter 6 Euro. In der Folge ging es bis auf nur noch wenige Cent oberhalb von 5 Euro weiter nach unten. Dann folgte bis Juni dieses Jahres eine Erholung und der Kurs stieg wieder in Richtung der 7-Euro-Marke.

In der Folge stürzte die Bastei-Aktie auf unter 4 Euro ab. Dann jedoch am heutigen Tage ein Hoffnungsschimmer für die Leid geplagten Bastei-Lübbe-Aktionäre: Nach Vorlage der Halbjahreszahlen für das Geschäftsjahr 2017/2018 (bis Ende März 2018) legte die Bastei-Aktie heute zeitweise zweistellig zu.

Bevor ich gleich im Detail auf die Zahlen und den Ausblick eingehe, möchte ich Ihnen das Unternehmen Bastei Lübbe kurz vorstellen.

Über die Bastei Lübbe AG

Die Bastei Lübbe AG ist eine international agierende Mediengruppe mit Sitz in Köln. Die Geschäftstätigkeit fokussiert sich auf die Entwicklung und Lizensierung von Inhalten, die physisch und digital weltweit vertrieben werden.

Zum Kerngeschäft des Unternehmens gehören im Segment „Buch“ das klassische Verlagsgeschäft sowie die periodisch erscheinenden Rätsel- und Romanhefte. Mit seinen insgesamt 12 Verlagen und Imprints hat die Unternehmensgruppe derzeit rund 3.600 Titel aus den Bereichen Belletristik, Sach- sowie Kinder- und Jugendbuch im Angebot.

Mit einem Jahresumsatz von rund 146,3 Mio. Euro (Geschäftsjahr 2016/2017) ist die Bastei Lübbe AG nach eigenen Angaben das größte mittelständische Familienunternehmen im Verlagswesen in Deutschland.

Die jüngsten Zahlen im Überblick

In den ersten 6 Monaten des Geschäftsjahres 2017/2018 erwirtschaftete Bastei Lübbe einen Umsatz von 69,1 Mio. Euro. Das sind 4,4% mehr als im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um den aufgegebenen Geschäftsbereich Non-Book lag die Steigerungsrate sogar bei 21,6%.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte um 43,9% von 4,1 auf 5,9 Mio. Euro zu. Das operative Ergebnis (EBIT) belief sich im 1. Halbjahr 2017/2018 auf -0,3 Mio. Euro (nach +1,9 Mio. Euro) im Vorjahreszeitraum.

Für diesen Rückgang sind im Wesentlichen die im 2. Quartal verbuchten außerplanmäßigen Wertminderungen auf die immateriellen Vermögenswerte von „oolipo“ (Streaming-Plattform) in Höhe von 3,0 Mio. Euro verantwortlich. Diese waren vorzunehmen, weil die erwarteten und notwendigen Nutzerzahlen bislang nicht erreicht wurden.

Das Nettoergebnis beläuft sich im Berichtszeitraum auf -2,0 Mio. Euro (nach +0,7 Mio. Euro im Vorjahr). Das Ergebnis je Aktie beläuft sich auf -0,06 Euro nach zuvor +0,09 Euro.

Ausblick: Zielerreichung erscheint sportlich

Mit Blick auf die Jahresziele äußerte sich der neue Vorstandsvorsitzende Carel Halff wie folgt: „Die Herausforderungen, unsere Ziele zu erreichen, sind ohne Frage gestiegen. Entscheidend wird wie in jedem Jahr das 3. Quartal mit dem wichtigen Weihnachtsgeschäft sein. Mit aktuellen Blockbustern, allen voran Ken Folletts ,Das Fundament der Ewigkeit‘ und Dan Browns ‚Origin‘, ist die Bastei Lübbe AG gut aufgestellt.“

Insgesamt geht der Vorstand für das Geschäftsjahr 2017/2018 weiterhin von einem Umsatz in der Größenordnung von rund 160 Mio. Euro (Vorjahr: 146,3 Mio. Euro) aus. Auch beim EBITDA bleibt es erklärtes Ziel, den Vorjahreswert von 5,4 Mio. Euro deutlich zu übertreffen und ein EBITDA in der Größenordnung von mindestens 14 Mio. Euro zu erwirtschaften.

Um diese Prognose einhalten zu können, müssen alle Segmente des Konzerns ihre Planungsziele für die letzten beiden Quartale des Geschäftsjahres erfüllen, teilte das Unternehmen mit.

Meine Einschätzung: Wenn die Ziele für das Geschäftsjahr 2017/2018 nicht erreicht werden (was durchaus wahrscheinlich scheint), droht ein weiterer Rückschlag für die Aktie. Risikoscheue Anleger sollten daher aktuell nicht einsteigen und stattdessen zunächst abwarten, was die nahe Zukunft bringt.


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Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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