BAT: Die Aktie gegen die Schuldenkrise

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Nur wenige Aktien zeigen sich momentan unbeeindruckt von der weltweiten Schuldenkrise. Eine davon ist die BAT-Aktie aus dem Tabaksektor. (Foto: Monster Ztudio / shutterstock.com)

Die Berichtssaison ist eröffnet. Der US-Aluminiumkonzern Alcoa gab die Zahlen für das vierte Quartal 2010 bekannt. Die im Vorfeld befürchtete böse Überraschung blieb glücklicherweise aus. Das reicht den Investoren, um die Aktien-Indices in Europa nach oben zu schicken. Zum Handelsschluss legte der DAX um 1,2% auf 6.941 Punkte zu.

Noch stärker waren heute die Gewinne beim MDAX und beim TecDAX. Beide Indices stiegen um über 2%. Die Sorgen der Vorwoche scheinen wie weggeblasen. Eine „Allwetter-Aktie“, bei der unabhängig von der jeweiligen Marktsituation nur selten Sorgen aufkommen, möchte ich Ihnen heute hier im Schlussgong kurz vorstellen – und zwar die BAT-Aktie.

BAT-Aktie in jeder Konjunkturlage erfolgreich

British American Tobacco (BAT) ist ein Unternehmen, das die europäische Schuldenkrise oder einen Rückfall in die Rezession nicht fürchten muss. Denn: Geraucht wird immer!

Dieses Unternehmen muss lediglich in Sorge sein, dass die Reglementierungen des Tabakkonsums in Europa und den USA verschärft werden und den Gewinn drücken – aber auch diese Sorge ist nicht ganz so groß, wie die Vergangenheit gezeigt hat.

Denn BAT befindet sich seit über 10 Jahren auf einem Wachstumskurs, bei dem immer neue Tabak-Unternehmen (insbesondere aus den Schwellenländern) geschluckt wurden.

Die Kursentwicklung zeigt, dass BAT mit dieser Strategie in den vergangenen Jahren gut gefahren ist und die Aktie auch in Krisenzeiten fast vollständig verschont wurde (einen Kursrücksetzer gab es, aber das lag daran, dass ein Großaktionär ausgestiegen ist).

500% Kursgewinn in 10 Jahren

Investoren, die beispielsweise dem BAT-Konzern vor rund 10 Jahren Geld anvertraut haben, können sich über eine Performance von über 500% freuen.

In diese Performance ist die durchschnittliche Dividendenrendite von jährlich 4,5% noch nicht einmal eingerechnet. Dabei zeigen Studien: Langfristig gesehen machen die Dividenden rund 50% der Performance aus.

Für Bundesanleihen gibt es derzeit einen jährlichen Zins von 2,86%. Die BAT-Dividende liegt also deutlich höher. Bei der Kursentwicklung hängt die Tabak-Aktie die Staatsanleihen ebenfalls locker ab.

Geschäftsmodell auf dem Prüfstand

Was ist aber mit der Sicherheit? Die Bundesanleihe ist laut Kategorisierung „sicherer“ als die BAT-Aktie.

Das mag zwar richtig sein (zumindest, wenn man die Vergangenheit als Maßstab nimmt), doch stellt sich die Frage: Ist das Verhältnis von Rendite und Sicherheit bei den Bundesanleihen soviel besser, dass die höhere Sicherheit den enormen Rendite-Unterschied rechtfertigt?

Einfacher zu beantworten sind die Fragen zum BAT-Konzern: Bleibt BAT auch in Zukunft in der Erfolgsspur und wird die bisherige Dividendenpolitik auch weiterhin fortführen? Was ist zu erwarten, wenn Europa und die USA den Tabak-Konsum weiter reglementieren?

Details und eine aktuelle Einschätzung zur BAT-Aktie lesen Sie in der aktuellen Januar-Ausgabe des Depot-Optimierers.

Das Fazit vorab: Wenn mich heute jemand fragen würde, ob ich eine Bundesanleihe oder die BAT-Aktie 20 Jahre ohne Pause halten möchte, dann würde ich mich eindeutig für die dividendenstarke Aktie entscheiden.

Dann muss ich mich nicht um Schulden und auch nicht um Währungsfragen kümmern.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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