Bauboom in Deutschland hält an

Der Bauboom in Deutschland hält an. Lesen Sie hier die aktuellen Zahlen und erfahren Sie, wie auch Sie davon profitieren können. (Foto: gopixa)

In der Vergangenheit habe ich an dieser Stelle schon häufiger über die deutsche Baubranche berichtet, die sich nach wie vor in einem regelrechten Boom befindet.

Deutsche Baubranche boomt weiterhin

Dass der Boom anhält, belegen aktuelle Zahlen, die der Grund für meinen heutigen Bericht sind.

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie hat vor wenigen Tagen seine Umsatz-Prognose für das laufende Jahr aufgrund eines sich auf Rekordniveau befindlichen Order-Bestands und einer weiterhin sehr guten Situation bei den Auftrags-Eingängen um 1 Prozentpunkt auf 6% angehoben.

Der aktuelle Order-Bestand liegt bei etwa 40 Mrd. € und damit um 25% höher als vor Jahresfrist.

Zu den Gründen für die angehobene Umsatz-Prognose für dieses Jahr äußerte sich Verbands-Präsident Peter Hübner wie folgt:

„Die Baukonjunktur läuft besser als zu Beginn des Jahres erwartet.“

Aktuell läuft es sogar so gut, dass sich die Branche sicher ist, auch im kommenden Jahr ein sattes Umsatz-Plus von 5,5% auf dann nahezu 120 Mrd. € zu erreichen.

Die Haupttreiber des Baubooms

Die Haupttreiber des Baubooms sind nach wie vor der anhaltend hohe Wohnungs-Bedarf in Ballungszentren sowie die anziehenden Investitionen der öffentlichen Hände.

Die um 20% hochgeschossenen Baugenehmigungen für 375.000 Wohnungen ließen vermuten, dass sich die Dynamik im Wohnungsbau sogar noch verstärken wird, hofft Verbands-Präsident Hübner.

Auto-Aktien: Trump ist nur eines von vielen ProblemenTrumps Strafzölle belasten Automobilaktien erheblich. Doch selbst ohne sie scheinen die fetten Jahre der Hersteller einstweilen vorüber. › mehr lesen

Um der immer stärker zunehmenden Wohnungs-Knappheit in Ballungszentren Herr werden zu können, müssten gemäß aktueller Bedarfs-Studien jährlich 350.000 – 400.000 neue Wohnungen gebaut werden.

Das sind etwa 100.000 Wohnungen mehr als im Vorjahr.

Insbesondere für einkommensschwache Personen und Familien werden aktuell viel zu wenige Wohnungen gebaut.

Hier steigt der Bedarf jedoch immer weiter an, sodass sich hier Nachhol-Effekte ergeben werden.

Neben dem florierenden Wohnungsbau, der auch von den niedrigen Zinsen befeuert wird, profitiert die Bauwirtschaft hierzulande auch von zusätzlichen Investitionen von Bund und Ländern.

Während der Bund 2015 „nur“ 10,7 Mrd. € für Straßen, Schienen und Autobahnen ausgab, werden es im nächsten Jahr gut 3 Mrd. € mehr sein.

Die Profiteure des Bau- und Immobilien-Booms

Kommen wir abschließend noch zu den Profiteuren des Immobilien-Booms.

Dazu zählen v. a. die Immobilien-Firmen, die auf Wohnimmobilien spezialisiert sind und die Bau-Unternehmen sowie deren Zulieferer.

Zu nennen sind hier z. B. Konzerne wie die mittelständische deutsche Helma Eigenheimbau AG (Haus- und Wohnungsbau) und die österreichische Traditionsfirma Porr (Hoch- und Tiefbau).


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.