Baubranche mit weiter guten Aussichten

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Die Krise lässt keine Branche kalt – auch nicht die Bauunternehmen. Bei Hochtief spricht aber viel für eine positive Entwicklung. Unsere Analyse für Sie! (Foto: yuttana Contributor Studio/Shutterstock)

Die Krise hat viele Branchen erfasst. Selbst die Immobilienpreise sollen zumindest kurzfristig unter Druck geraten, glauben Experten. Doch am Bau ändert sich bisher kaum etwas. Projekte gehen weiter voran. Künftige Konjunkturpakete der öffentlichen Hand könnten sogar für zusätzliche Aufträge sorgen und so konjunkturelle Schwankungen etwas abfedern. Wir haben die Aktie von Hochtief für Sie analysiert.

So viel schon einmal vorweg: Der Wert bleibt attraktiv! Doch zunächst zum Unternehmen an sich. Hochtief gehört zu den vier größten internationalen Baukonzernen und ist in Deutschland die Nummer 1. Das Leistungsspektrum umfasst die Planung, Finanzierung sowie das Bauen und Betreiben von Projekten jeder Größenordnung. Mit seinen Töchtern Flatiron, Turner, UGL und Cimic/Leighton ist Hochtief in den USA und Australien vertreten.

Die Dividende bleibt attraktiv

Lässt man Sondereffekte unberücksichtigt, lag Hochtief mit seinen Jahresergebnissen im Rahmen unserer Erwartungen. Der Umsatz stieg um 8,2% und der viel beachtete operative Konzerngewinn um 27,8% auf 669 Mio €. Der Gewinnbeitrag des spanischen Autobahnbetreibers Abertis belief sich auf 122 Mio €. Auch die Auftragsentwicklung hat überzeugt. Der Auftragseingang stieg um 8,3% auf 30,4 Mrd € und der Auftragsbestand um 8,7% auf 51,4 Mrd €. Unter dem Strich standen aber rote Zahlen.

Verantwortlich waren Abschreibungen in Höhe von 833 Mio € im Zusammenhang mit dem Rückzug der Tochter CIMIC aus dem Nahen Osten. Dort hat sich das Marktumfeld deutlich verschlechtert. Auf bereinigter Basis hätte Hochtief 627 Mio € verdient. Trotz des Verlustes sollen die Aktionäre angesichts der hohen Nettoliquidität von 1,53 Mrd € eine Dividende von 5,80 € pro Aktie erhalten. Zudem will Hochtief 6,9 Mio eigene Aktien zurückkaufen.

Aufgrund der guten Auftragslage peilt der Konzern in diesem Jahr einen operativen Konzerngewinn von 690 bis 730 Mio € an. Deutlich höhere Beiträge erhofft sich Hochtief vor allem von Abertis. Helfen soll der mexikanische Mautstraßen-Betreiber RCO, an dem sich Abertis gemeinsam mit dem Staatsfonds GIC aus Singapur zu 70% beteiligt hat.

Das Geschäft läuft weiter

Aber auch die Auftragslage dürfte sich weiter verbessern. Insbesondere im Bereich Infrastruktur ist der Bedarf unverändert hoch. 2020 und in den folgenden Jahren werden weltweit Projekte im Gesamtwert von rund 600 Mrd € ausgeschrieben. Hochtief wird sich von diesem Kuchen ein großes Stück abschneiden. Für Anleger kommt die attraktive Dividendenrendite von 9,5 Prozent dazu.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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