Baumot Group: Kursrakete oder Rohrkrepierer?

Erfahren Sie jetzt, warum die Baumot-Aktie zu einer Kursrakete werden könnte und was die GroKo damit zu tun hat. (Foto: Monster Ztudio / shutterstock.com)

Dieser Tage wird viel über die künftige GroKo-Regierung, über das Posten-Geschachere und über den Koalitionsvertrag geredet. Ich möchte Ihnen heute von einem Unternehmen berichten, das eine bewegte Vergangenheit hinter sich hat und ein großer Gewinner der neuen GroKo-Regierung werden könnte (wenn die neue GroKo denn zustande kommt).

Denn noch ist nicht klar, ob es eine neue Regierung aus CDU, CSU und SPD geben wird. Darüber werden demnächst die SPD-Mitglieder entscheiden. Kommen wir nun aber zu dem angesprochenen Unternehmen: Es handelt sich dabei um die in Königswinter bei Bonn ansässige Baumot Group (ehemals Twintec).

Geschichte und Portrait der Baumot Group

Die Baumot Group AG ist nach eigenen Angaben ein führender Anbieter im Bereich der Abgasnachbehandlung. Diese Produkte und Dienstleistungen setzt Baumot branchenübergreifend in den Geschäftsfeldern OEM (Erstausrüstung), Retrofit (Nachrüstung) und Aftermarket (Ersatzteile) ein.

Zu den Branchen zählen insbesondere On-Road (z.B. Pkw, Lkw sowie Busse) und Off-Road (z.B. Baumaschinen, landwirtschaftliche Maschinen oder stationäre Anlagen).

Das 1995 gegründete Unternehmen hieß bis vor einigen Jahren Twintec und hat – wie schon geschrieben – eine bewegte Vergangenheit hinter sich. In den vergangenen Jahren hatte das Unternehmen immer wieder mit operativen Problemen zu kämpfen.

Das spiegelt sich auch in der Entwicklung des Aktienkurses wider. Im Jahr 2007 notierte die Aktie der heutigen Baumot Group noch bei rund 27 Euro. 2009 ging es dann runter auf 3 Euro. Es folgte eine deutliche Erholung, die 2010 in Kursen bei über 13 Euro mündete. Danach ging es ebenso schnell und deutlich wieder bergab. Im Jahr 2011 war die Aktie zum ersten mal ein sogenannter Penny-Stock (eine Aktie, die im Centbereich notiert).

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Seither bewegte sich die Baumot-Aktie grob gesagt zwischen 50 Cent und 3 Euro. Aktuell liegt der Kurs bei 1,75 Euro. Der Anstieg im vergangenen Jahr von 70 Cent auf knapp 3 Euro resultierte aus der Hoffnung darauf, dass Baumot der große Gewinner bei möglichen Hardware-Nachrüstungen für Diesel-Fahrzeuge werden könnte.

Hardware-Nachrüstungen bei Diesel-Fahrzeugen?

Diese Hoffnung wird jetzt erneut befeuert. Denn im Koalitionsvertrag der GroKo bekennt sich diese dazu, die Schadstoffemissionen aus dem Straßenverkehr an der Quelle weiter reduzieren zu wollen. Dazu gehören laut Vertrag – soweit technisch möglich und wirtschaftlich vertretbar – technische Verbesserungen von Diesel-Fahrzeugen im Bestand.

Grundlage für die Entscheidung sind die Ergebnisse der laufenden Untersuchungen zu Hardware-Nachrüstungsvarianten in der Arbeitsgruppe „Technische Nachrüstung“. Wegweisende Meilensteine, die zur weiteren Konkretisierung einer Hardware-Nachrüstung führen könnten, erfolgen nach Ansicht von Baumot innerhalb der nächsten Wochen.

Fazit: Kommt es tatsächlich zu Hardware-Nachrüstungen bei Diesel-Fahrzeugen (wovon ich aktuell aber nicht ausgehe), könnte die Baumot-Aktie zu einer Kursrakete werden, da das Unternehmen Baumot davon mutmaßlich stark profitieren wird.

Anleger mit Zocker-Mentalität können jetzt bei der Baumot-Aktie einsteigen. Mutige Anleger, die nicht zu sehr zocken wollen, steigen besser erst ein, wenn die Hardware-Nachrüstung bereits beschlossen ist.


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Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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